Kursfeuerwerk bei Angriffspause
Der Krieg im Nahen Osten hinterlässt Spuren. Das US-Arbeitsministerium hat seinen Konsumentenpreisindex für März 2026 veröffentlicht. Die Inflationsrate stieg gegenüber dem Vorjahresmonat von 2.4% im Februar auf 3.3% im März 2026. Düngemittel werden aufgrund der Öl- und Gaspreise ebenfalls teurer. Dies trifft somit auch die Landwirtschaft.
Treibstoffe werden knapp. Auch Flugreisen werden 2026 teurer. Experten prognostizieren Preissteigerungen, wegen gestiegener Kerosinkosten, höherer Betriebsausgaben der Airlines (Personal, Wartung) und knapper Kapazitäten.
Die Konsumentenstimmung in der Schweiz fällt im März deutlich. Die Stimmung hat sich im März verschlechtert und ist auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024 gefallen. Eine Rolle dürfte dabei der Iran-Krieg gespielt haben. Konkret gab der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) berechnete Index im März gegenüber Februar 2026 um 12.5 Punkte nach, wie das Seco mitteilte. Im Vergleich zum März des Vorjahres trübte sich der Index um 8.1 Punkte ein.
Schweizer Einfamilienhäuser werden im März erneut spürbar teurer. Die Verschnaufpause bei den Immobilienpreisen ist vorbei. Vor allem in der Ostschweiz schiessen die Angebotspreise für Häuser um 4.5 Prozent nach oben.
Der Silberpreis steht immer noch im Fokus. Silber hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt und zieht damit die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich. Zu Beginn des Jahres 2025 lag der Preis noch bei rund 30 US-Dollar, bis Anfang 2026 kletterte er auf über 79 US-Dollar pro Unze.
Unternehmensnachrichten
Stadler Rail erhält 30-Millionen-Auftrag von der Gornergrat-Bahn. Vier weitere Polaris-Zahnradtriebzüge rollen ab Herbst 2028 aus dem Werk Bussnang in Richtung Zermatt. Die behindertenfreundlichen Panoramazüge mit italienischem Design ersetzen schrittweise die alte Flotte. Stadler zieht auch die Einsprache gegen den Siemens-Auftrag (2 Mrd.) der SBB zurück.
Das Drehrestaurant der Stanserhornbahn (nicht-kotierter Nebenwert) wird ersetzt. Ein Totalumbau ist geplant, der ein neues bedientes A-la-carte-Restaurant umfasst. Für rund CHF 34 Millionen soll das Gipfelprojekt realisiert werden, welches neben dem neuen Restaurant auch Seminarräume im ersten Obergeschoss sowie eine neu gestaltete Terrasse beinhaltet.
Die UBS muss sich im Moçambique-Fall (Riesenverluste) nicht für die Fehler der CS verantworten. Das Bundesstrafgericht stellt das Verfahren gegen die UBS ein. Aber die Grossbank haftet immer noch im Zusammenhang mit Holocaust-Konten. Ein US-Richter hat dies bestätigt.
Die Ems-Chemie hat im 1. Quartal 2026 (Januar bis März) trotz eines währungsbedingten Umsatzrückgangs von 6.6 % auf CHF 487 Mio. das Betriebsergebnis (EBIT) und den Absatz gesteigert. Der starke CHF belastete das Ergebnis, während profitable Neugeschäfte und Nachfrage nach Spezialitäten die Profitabilität stützten. Die Prognose für 2026 wurde bestätigt.
Der Verbindungstechniker Bossard hat den Umsatz im ersten Quartal währungsbereinigt 6.5% auf CHF 284.9 Mio. gesteigert. Im Ausblick erwähnt er konjunkturelle Trends, die Anlass zu vorsichtigem Optimismus geben. Aufgrund der geopolitischen Spannungen rechnet er für das erste Halbjahr jedoch mit einer verhaltenen Nachfrageentwicklung.
Die Luzerner Kantonalbank meldet für das erste Quartal einen Geschäftserfolg von CHF 90 Mio. (+3.5%). Der Konzerngewinn stieg 4.5% auf CHF 80.1 Mio. Die LUKB verweist auf die gute Ertragsdiversifikation, Kostendisziplin und das Bilanzmanagement. Am positiven Ausblick für 2026 hält sie fest, dass der zinsunabhängige Erfolg mindestens CHF 240 Mio. erreichen soll, der Konzerngewinn mindestens CHF 295 Mio.
Der Schokoladekonzern Lindt & Sprüngli hat das Aktienrückkaufprogramm, das im August 2024 begonnen hatte, am letzten Donnerstag abgeschlossen. Ein neues Programm über bis zu CHF 1 Mrd. startet ab Mai.
Aussichten
Die in der Nacht auf Mittwoch verkündete Feuerpause im Nahen Osten beflügelt die Aktienmärkte. US-Präsident Donald Trump kündigte nach Börsenschluss eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran an. Die iranische Führung erklärte sich ebenfalls bereit, die Strasse von Hormus zu öffnen, wobei aber immer noch gezögert wird – die Wasserstrasse ist von entscheidender Bedeutung für die weltweite Ölversorgung. Der Ölpreis fiel um rund 15%. Aber die Feuerpause ist sehr fragil. Der Konflikt Israel-Libanon bleibt vorläufig ungelöst, ist vom Waffenstillstand ausgeschlossen. Hier dauern die Kämpfe noch an. Zudem haben die Verhandlungen in Pakistan noch nicht begonnen. Man spricht auch von Millionengebühren für Schiffe, die in Zukunft zahlen müssen, was den Ölpreis nochmals stark verteuern dürfte. Inflationsschübe sind somit in Zukunft vorprogrammiert. Die Zollpolitik der USA bleibt unklar. Die Konzepte ändern täglich.