Zahlreiche Fluglinien, auch die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften, erhöhen die Ticketpreise wegen der gestiegenen Kerosinpreise. Diese sind bis zu 80% gestiegen infolge des Nahostkriegs.
Ab dem Sommer 2026 erhebt die EU eine zusätzliche Gebühr auf Pakete aus China mit einem Warenwert unter 150 Euro, um Billigimporte von Anbietern wie Temu und Shein zu verteuern, dies beseitigt die bisherige Zollbefreiung und dient als Übergangslösung bis zur vollständigen Abschaffung der Freigrenze.
Chinas Ausfuhren legten im Januar und Februar um 21.8% zu, Analysten hatten 7.1 Prozent erwartet. Doch der Irankonflikt und höhere Ölpreise könnten die Dynamik zukünftig bremsen.
Immobilienexperten erwarten im laufenden Jahr keine wesentliche Entspannung auf dem Wohnungsmarkt – die Preise für Wohnraum steigen weiter, obwohl zuletzt leicht mehr gebaut wurde.
Verschärfte Kapitalvorschriften verteuern die Hypotheken. Banken müssen für einen Teil ihrer Hypotheken mehr Eigenkapital hinterlegen. Seit letztem Jahr gelten verschärfte Standards. Besonders Renditeliegenschaften sind betroffen.
Schweizer Börse SIX schliesst 2025 negativ ab. Der Verlust lag 2025 bei CHF 314 Mio. nach einem Gewinn von 39 Mio. im Vorjahr. Die Abschreibung auf die kriselnde Worldline-Beteiligung fällt mit CHF 561 Mio. höher aus als erwartet.
Unternehmensnachrichten
Holcim-Grossaktionär Schmidheiny steigt bei Laborausrüster ein. Die Aktien von Tecan steigen am Dienstag deutlich. Holcim-Grossaktionär Thomas Schmidheiny als aktiver Investor ist eingestiegen.
Goldman Sachs nimmt Abdeckung des Verpackungsspezialisten SIG auf und empfiehlt die Aktien zum Kauf. Der aktivistische Investor Cevian hat den Anteil an SIG erhöht. Er hält neuerdings 5.65% der Aktien an SIG. Im Dezember hatte die Investmentgesellschaft mehr als 3% gemeldet. Cevian ist in der Schweiz vor allem als ehemaliger Ankeraktionär des Industriekonzerns ABB bekannt. Auch bei der Fusion von Helvetia und Baloise und der Übernahme von Panalpina durch die dänische DSV spielte sie eine Rolle, sie ist auch Grossaktionär von UBS.
Auch wenn die Lebensmittelgruppe Orior 2025 in die Gewinnzone zurückgekehrt ist, müssen Anleger auf eine Dividende verzichten. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg um gut 90% auf CHF 42.9 Mio. Die entsprechende Marge lag bei 6.9%. Der Reingewinn betrug CHF 9.4 Mio. nach einem Verlust von CHF 35 Mio. im Jahr davor. Der Umsatz belief sich, wie seit Januar bekannt, organisch um 1.5% tiefer auf CHF 623 Mio.
Die Industrieholding Metall Zug verzeichnete für 2025 einen starken Umsatzrückgang auf CHF 194.6 Mio. und rutschte mit einem Reinergebnis von minus CHF 16.7 Mio. deutlich in die Verlustzone. In diesem Zusammenhang schlägt der Verwaltungsrat einen Dividendenverzicht vor.
Die Versicherungsgruppe Vaudoise hat im vergangenen Jahr mehr umgesetzt und einen Rekordgewinn erzielt. Der Reingewinn stieg um 17% auf CHF 156.3 Mio. Der Umsatz legte um 5.7% auf CHF 1.52 Mrd. zu. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat eine Dividendenerhöhung je Namenaktie B um 3 auf CHF 27 Fr. vor. Zulegen konnte Vaudoise vor allem im grösseren Nicht-Leben-Geschäft.
Die Immobiliengesellschaft Warteck Invest hat die Mieteinnahmen im vergangenen Jahr 1.2% auf CHF 38 Mio. gesteigert. Sie verkaufte zwei Immobilien mit einem Gewinn von CHF 1.7 Mio. Der Reingewinn stieg 94% auf CHF 44.7 Mio. Bereinigt um das Neubewertungsergebnis betrug der Überschuss CHF 26.4 Mio. (+20%). Die Aktionäre sollen eine um CHF 2 höhere Dividende von CHF 72 erhalten.
Die Beteiligungsgesellschaft Aevis meldet für 2025 mehr Umsatz und Gewinn. Die im Gesundheitsbereich tätige Swiss Medical Network Holding, die mehrheitlich im Besitz von Aevis Victoria ist, setzte CHF 988.5 Mio. um, was einer Steigerung von 20% entspricht und auf Zukäufe zurückgeht. Der Ebitda legte 17% auf CHF 45.6 Mio. zu, bei 15.9% Marge.
Aussichten
Die ersten zwei Monate des Jahres 2026 starteten mit Kursgewinnen. Mit dem Angriff auf den Iran verschlechterte sich die Situation. Jahresgewinne an der Börse schmolzen. Die iranische Armee antwortete mit Gegenangriffen auf die arabischen Nachbarländer, zündete Öl- und Gasfelder an und blockierte die Strasse von Hormus im Persischen Golf, den wichtigsten Transportweg für Erdöllieferungen in die ganze Welt. Der Ölpreis stieg dadurch um teilweise über 50 Prozent. Die Publikation eines 15-Punkte-Friedensplans der Amerikaner zu Wochenbeginn, verbunden mit der Ankündigung einer Angriffspause, führte zur vorübergehenden Gegenbewegung beim Ölpreis und den Aktien. Die weitere Zukunft ist stark vom Nachrichtenverlauf aus Nahost abhängig. Man spricht gleichzeitig vom Ende des Krieges, schweigenden Waffen, dann wieder von einem Endschlag der Amerikaner. Die Unsicherheit bleibt gross. Die Ungeduld an den Börsen bezüglich Fortschritte beim Frieden in Nahost nimmt zu. Der Nahostkrieg dürfte uns noch eine Zeitlang beschäftigen.