Börse: Neue Rekordwerte bei SMI
Nächstes Ukraine-Treffen findet kommende Woche in Genf statt, Gespräche zwischen Moskau, Kiew und Washington werden am kommenden Dienstag und Mittwoch in Genf stattfinden. Das haben Russen und Amerikaner bestätigt. Die Schweiz als Gastgeberin vermittelt.
Die Schweiz wird dieses Wochenende bei der 62. Sicherheitskonferenz in München mit drei Bundesräten vertreten sein (Cassis, Pfister, Jans). Es wird über die neue Weltordnung und das Verhältnis zu den USA gesprochen.
Die USA beabsichtigen den Klimaschutz aufzuweichen, Treibhausgase nicht mehr als schädlich für die Gesundheit einzustufen. Damit würde eine der wichtigsten Grundlagen für den Klimaschutz gekippt und ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der EU und auch China geschaffen.
Betrachtet man nur die offiziellen Zahlen, scheint die Konjunktur in den USA robust zu sein. Die Arbeitslosigkeit hält sich auf einem durchschnittlichen Niveau. Der neue Arbeitsmarktbericht zeigt jedoch kaum Verbesserungen. Entgegen offiziellen Zahlen schätzen die Konsumenten die Lage am US-Arbeitsmarkt als zunehmend negativer ein.
In den USA hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres 2026 überraschend deutlich abgeschwächt. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 2.4 Prozent (Dezember 2.7%).
Die Jahresteuerung in der Schweiz lag zu Jahresbeginn bei 0.1 Prozent und damit gleich hoch wie im Dezember 2025, Dabei hat das Bundesamt für Statistik den Landesindex der Konsumentenpreise mit einem neuen Warenkorb publiziert. Die tiefe Inflation ist in erster Linie «importiert» infolge des starken Frankens.
Unternehmensnachrichten
Der Telekommunikationskonzern Swisscom weist für 2025 auf vergleichbarer Basis einen 2 Prozent niedrigeren Umsatz von CHF 15.05 Mrd. aus. Wegen der Integration von Vodafone Italia nahm der Gewinn 17.6 Prozent auf 1,3 Mrd. ab. Trotzdem wird die Dividende zum ersten Mal seit 2010 erhöht, von CHF 22 auf 26. Für 2026 rechnet Swisscom mit einem Umsatz von CHF 14.7 bis 14.9 Mrd. sowie einem Betriebsgewinn von CHF 5 bis 5,1 Mrd. Werden die Ziele erfüllt, soll die Dividende weiter erhöht werden. Geplant sind ausserdem Investitionen von CHF 3 bis 3,1 Mrd.
Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat 2025 den Umsatz um 2.6 Prozent auf CHF 10.95 Mrd. reduziert; in Lokalwährungen ergab sich ein Plus von 1.3 Prozent. Unter dem Strich nahm der Reingewinn um 6.2 Prozent auf CHF 1.07 Mrd. zu. Der Auftragseingang sank leicht um 0.9 Prozent auf CHF 11.31 Mrd. Für 2026 stellt Schindler ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen sowie eine Ebit-Marge von rund 13 Prozent in Aussicht. Nun wird mit einer Dividende von CHF 6 je Aktie gerechnet.
Die St.Galler Kantonalbank hat 2025 den Konzerngewinn um 5.5 Prozent auf CHF 227 Mio. verbessert, der Geschäftserfolg nahm um 4.8 Prozent auf CHF 266.2 Mio. zu. Der Ertrag wuchs um 7.7 Prozent auf CHF 604.7 Mio. getragen vom Zins-, Kommissions- und Handelsgeschäft. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich dank CHF 4.2 Mrd. Neugeld um 11.3 Prozent auf CHF 71,8 Mrd. Die Dividende steigt um CHF 1 auf 20. Für 2026 wird ein Gewinn auf Vorjahresniveau erwartet.
Acrevis Bank übernimmt Regiobank Männedorf. Die St.Galler Acrevis Bank und die Regiobank Männedorf schliessen sich zusammen. Alle Mitarbeitenden sollen weiterbeschäftigt werden, die Aktionäre stimmen an einer GV am 27. März ab.
Die Immobiliengesellschaft Mobimo hat den Mieterfolg 2025 um 1.5 Prozent auf CHF 125.5 Mio. gesteigert. Der Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf bzw. Promotion stieg mehr als 60Prozent auf CHF 53.3 Mio. Zudem fiel das Wachstum aus Neubewertungen deutlich höher als im Vorjahr aus: Es nahm von CHF 43 Mio. auf 107 Mio. zu.
Im Januar verbuchte der Flughafen Zürich 2'226'608 Passagiere. Das sind 6.8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Aussichten
Das Ende des Klimaschutzes in den USA unter Präsident Trump bedeutet den Rückbau der meisten bundesweiten Klimaregeln, da Treibgase nicht mehr als Schadstoffe eingestuft werden soll. Dies beinhaltet den Ausstieg aus internationalen Abkommen, Förderung fossiler Energien, den Stopp der Klimafinanzierung und das Aussetzen von Umweltauflagen für die Industrie – alles negativ und rücksichtslos gegenüber der Umwelt. Diese Politik wird als eine der grössten Deregulierungsmassnahmen in der US-Geschichte beschrieben und hat erhebliche Rückschläge für den globalen Klimaschutz zur Folge. Damit will sich die USA Wettbewerbsvorteile verschaffen gegenüber der EU, Russland und China.
Interessant ist weiter das zukünftige Vorgehen in der Epstein-Affäre und ob das oberste Gericht der USA die Zölle, basierend auf Notrecht, für illegal erklärt. Wir sind mitten in der Berichtssaison, verschiedene Abschlusszahlen von Firmen sind besser als erwartet. Ab März folgen die Generalversammlungen. Gespannt wartet man auf die Zukunftsaussichten. Wenn es keine weiteren US-Zölle gibt, hätten wir wieder spürbareres Wirtschaftswachstum.