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Rapperswil-Jona
04.06.2026
04.06.2026 16:49 Uhr

Mitte-Ja zu Rechnung und Kredit

Die Mitte stimmt dem Kredit für flankierende Massnahmen zum Stadttunnel (Visualisierung l.) und der Jahresrechnung der Stadt Rapperswil-Jona zu.
Die Mitte stimmt dem Kredit für flankierende Massnahmen zum Stadttunnel (Visualisierung l.) und der Jahresrechnung der Stadt Rapperswil-Jona zu. Bild: zVg/Linth24 (Collage Linth24)
Die Mitgliederversammlung der Mitte Rapperswil-Jona sagt einstimmig Ja zur Stadt-Rechnung an der Bürgerversammlung und zum Planungskredit für Stadt- und Strassenräume an der Urne.

Die Mitglieder der Mitte Rapperswil-Jona versammelten sich im katholischen Kirchgemeindehaus in Jona, um über die Jahresrechnung 2025 und den Planungskredit der Urnenabstimmung zu befinden.

Jahresrechnung der Stadt 2025 einstimmig genehmigt

Präsident Ivo Reichenbach präsentierte Details und Hintergründe zur Jahresrechnung 2025. Die Mitglieder nahmen erfreut zur Kenntnis, dass das Ergebnis massiv besser ausfiel als budgetiert, mit einem Überschuss von Fr. 8'330'909, statt mit einem budgetierten Verlust von Fr. 6'003'100. Dies ist hauptsächlich auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen, welche um insgesamt 11.22 Mio. Franken höher ausfallen als budgetiert.

Stadtrat Ueli Dobler wies auf die Punktlandung beim Umsetzungsrad hin. Der Stadtrat peilt einen Umsetzungsgrad von 75% an, mit 74.5% wurde dieser fast punktgenau erreicht. So sei dieser genaue Erreichungsgrad mit den grossen ausführenden Projekten von Alterszentrum Schachen und Schulhaus Weiden einfacher zu erreichen als in den Vorjahren, da genauere Berechnungen möglich seien.

In der anschliessenden Diskussion wurde der hohe Geldabfluss thematisiert, welcher auf die grosse Investitionstätigkeit der Stadt zurückzuführen ist. Die grössten Bauprojekte Alterszentrum Schachen mit 88 Mio. Franken und das Schulhaus Weiden mit 18 Mio. Franken verschlingen grosse Summen an finanziellen Mitteln. Ueli Dobler wies darauf hin, dass sich die Stadt in den vergangenen Jahren viel geleistet habe. Zukünftig gelte es, vor allem diejenigen Projekte voranzutreiben, welche von Gesetzes wegen vorgeschrieben seien, wie beispielsweise die behindertengerechten Bushaltestellen, welche bereits Ende 2023 hätten fertig gestellt sein müssen und Kosten von 15 Mio. Franken nach sich ziehen. Viele andere Investitionen, welche nicht unbedingt nötig seien, würden intensiv diskutiert, redimensioniert, gestrichen oder verschoben.

Die Mitglieder genehmigten die Jahresrechnung 2025 anschliessend einstimmig.

Ja zu Planungskredit für Erarbeitung der Stadt- und Strassenräume bei Stadttunnel

Stadtrat Ueli Dobler präsentierte diese Vorlage, in welcher es um flankierende Massnahmen zum Tunnelbau geht. Im Fokus stehen insbesondere die Weiterentwicklung der Schlüsselräume: Das Zentrum von Rapperswil rund um den Bahnhof, der Anschluss Seedamm, die Obere und Untere Bahnhofstrasse sowie das Gebiet rund um den Anschluss Teuchelweiher.

Ueli Dobler zeigte auch die Gründe auf, welche von der früheren Tunnelführung zum heutigen optimierten Tunnel Mitte geführt haben: So sei der Bau unter der S7 teuer, so dass die Strecke möglichst schnell davon weg und in den felsigen Bereich geführt werden soll. Mit dieser Linienführung wird auch der Grundwasserstrom nur über eine kurze Distanz beeinflusst. Mit dem Bau eines unterirdischen Kreisels kann der Fussabdruck des Tunnelportal Kempraten an der Oberfläche stark reduziert werden und auch die gut dokumentierte archäologische Zone wird kaum tangiert.

Ueli Dobler wies auch darauf hin, dass bei einer Ablehnung des Kredites der Bau eines Tunnels unrealistisch werde, da Stadt und Kanton gemeinsam bauen und der Kanton seine für den Tunnelbau geplanten Gelder dann anderweitig verwenden würde.

Der Planungskredit von 3.8 Mio. Franken war unter den Mitgliedern unbestritten und führte zu keinerlei Diskussionen, sondern wurde einstimmig angenommen.

Die Mitte Rapperswil-Jona / Redaktion Linth24
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