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Leserbrief
Rapperswil-Jona
13.06.2026

«Tunneldebatte zum X-ten»

Nur ein direkter Durchfahrtstunnel mit einem Ein- und einem Ausgang bringe den Durchgangsverkehr aus Rapperswil-Jona, findet Leser Rolf Zuppiger (l.).
Nur ein direkter Durchfahrtstunnel mit einem Ein- und einem Ausgang bringe den Durchgangsverkehr aus Rapperswil-Jona, findet Leser Rolf Zuppiger (l.). Bild: zVg/Linth24 (Collage Linth24)
Mit der Variante Tunnel Direkt statt eines «Durchfahrtstunnels» sieht Rolf Zuppiger Rapperswil-Jonas Stadttunnel-Debatte wieder auf Feld eins und hinterfragt die Kredit-Abstimmung.

Rolf Zuppiger schreibt:

«Und schon wieder startet die Debatte zum Stadttunnel RJ. Zum x-ten Mal muss festgestellt werden, dass wir seit 1958 hoffnungslos an Ort treten. Damals hatte der Ingenieur Böhler die wohl realistischste Idee, einen Durchfahrts-Tunnel vom Seedamm durch den Schlosshügel nach Kempraten zu bauen. Seither versuchte sich jede Stadtführung mit einer neuen Tunnel-Variante zu profilieren.

Mehr Tunnel-Anschlüsse = mehr Probleme

Heute stehen wir mit der Variante Tunnel Direkt, welche notabene mit dem Anschluss Tüchelweiherwiese gar keine direkte Variante ist, wieder am Anfang einer neuen Debatte. Der Grund dazu ist, dass alle entscheidend involvierten Stellen es nicht begreifen, dass das vorwiegende Problem, das wir in Rapperswil-Jona haben, nämlich der Durchgangsverkehr, nur mit einem direkten Durchfahrtstunnel mit einem Eingang und einem Ausgang gelöst werden kann. Alles andere mit Anschlüssen bei der Tüchelweiherwiese und in Kempraten, etc. wird unendlich verzögernde Einsprachen produzieren, weil jede Ein- und Ausfahrt wieder den Verkehr zum Stocken bringen wird und alle Autofahrer dazu einlädt, auch über den Tunnel in die Stadt zu fahren. Dann ist der Verkehr, den wir ja weghaben wollen, wieder da.

Chancen für Tunnel für Durchgangsverkehr

Die aktuell in der Grundsatzabstimmung gewählte Variante hat meiner Meinung nach in einer kantonalen Abstimmung keine Chance. Begreift es endlich: Der tägliche Durchgangsverkehr mit den fast 90% Nicht-SG-Autonummern muss weg. Dann lassen sich oberirdisch auch diverse verkehrsberuhigende und stadtverschönernde Massnahmen realisieren. Nur ein echtes Durchfahrtstunnel hat eine Chance, an der Urne angenommen zu werden. Unserer ‹neuer› Stadtrat hätte die Möglichkeit, zusammen mit dem Kanton eine solche ehrliche Direkt-Variante zur Abstimmung zu bringen.

Kredit trotz unsicherer Stadttunnel-Realisierung

Erlauben Sie mir noch eine Frage zur Abstimmung über den Planungskredit von 3,8 Mio. Franken im Zusammenhang mit dem Stadttunnel RJ. Wäre es nicht sinnvoller, so viel Geld für die Optimierung eines Projektes erst dann zu beantragen, wenn man sich sicher ist, dass es auch realisiert wird?»

Rolf Zuppiger, Rapperswil-Jona
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