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Rapperswil-Jona
14.05.2026
14.05.2026 06:45 Uhr

Stadttunnel: Rapperswil-Jona plant seine Zukunft

v.l. Ueli Dobler, Stadtrat; Christian Leutenegger, Stadtrat; Marcel Gämperle, Stadtplaner; bei der Medienorientierung zum Planungskredit für die Urnenabstimmung vom 14. Juni.
v.l. Ueli Dobler, Stadtrat; Christian Leutenegger, Stadtrat; Marcel Gämperle, Stadtplaner; bei der Medienorientierung zum Planungskredit für die Urnenabstimmung vom 14. Juni. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Am 14. Juni stimmt die Stadt über einen Planungskredit von 3,8 Millionen Franken zu begleitenden Massnahmen zum Stadttunnel ab. Die Stadt sucht nach Lebensraum und Lebensqualität.

Nach dem Grundsatz-Ja von 59,5 Prozent vom 23. September 2023 zum Stadttunnel beginnt die Stadt nun, an seiner Zukunft zu bauen. Sie sucht einen Weg aus seinen Verkehrsproblemen: Kolonnen auf dem Seedamm und auf allen Stadtachsen, verspäteter ÖV, kaum Platz für Fussgänger und Velos. Viel Verkehrsflächen statt Lebensraum. 

Grundlagen schaffen

 Nun will Rapperswil-Jona mit 3,8 Millionen Franken Studien, Zielbilder und Stadtraumprojekte finanzieren, welche die Stadt in die Zukunft bringen. Darüber wird am 14. Juni abgestimmt. Fachleute aus Städtebau, Verkehrsplanung und Landschaftsarchitektur sollen aufzeigen, wie die Stadt von morgen aussehen könnte. Mit umfassender Planung und Visualisierungen sollen Entscheidungsgrundlage für spätere Abstimmungen inklusive Klarheit zu möglichen Kosten geschaffen werden.

An der Zukunft bauen

 Der Stadtrat will verhindern, dass später ein Tunnel gebaut werden soll, aber oberirdisch alles beim Alten bleibt. An der Medienorientierung dazu machte er deutlich: Der von der Bevölkerung gewünschte Tunnel sei weit mehr als ein Strassenprojekt. Es gelte die Vison: Verkehr unten, Leben oben. (Oder wie der Slogan bei der Tunnelabstimmung 2010 hiess: «Oben leben – unten fahren».

Mehr Raum zum Leben

 Stadtrat Ueli Dobler führte vor den Medien aus, mit dem Bau eines Tunnels entstehe Raum für das, was heute fehle: attraktive Plätze, sichere Fuss- und Velowege, mehr Grünflächen. Also mehr Aufenthaltsqualität statt Dauerlärm. Insbesondere im Zentrum von Rapperswil entstünden viele Entwicklungsmöglichkeiten. Dasselbe gelte aber immer mehr auch für Jona.

Stadtrat hofft auf ein Ja

 Der Tunnel und die Aufwertung der Stadträume müssten als gemeinsames Projekt gedacht werden, welches die Lebensqualität in weiten Teilen der Stadt verbessern müsse, so der Stadtrat. Er hofft deshalb an der Abstimmung vom 14. Juni zum Planungskredit von 3,8 Millionen auf ein Ja. Ein Nein zu dieser «Generationenentscheidung» würde das gesamte Tunnelprojekt, zum dem die Bevölkerung 2023 Ja gesagt habe, ins Wanken bringen. 

Offizielle Medienmitteilung Stadt Rapperswil-Jona. 

 

 

Markus Arnitz, Linth24
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