Der Wunsch nach einem Eigenheim bleibt in der Schweiz ungebrochen – doch die finanziellen Hürden steigen seit Jahren deutlich an. Zahlen von Raiffeisen zeigen: Die Preise für Wohneigentum haben 2025 erneut kräftig zugelegt. Im Durchschnitt kostete ein Einfamilienhaus rund 1,3 Millionen Franken, eine Eigentumswohnung über 950'000 Franken. Damit haben sich die Preise für ein mittleres Einfamilienhaus innert eines Jahres um etwa 55'000 Franken erhöht, bei einer typischen Eigentumswohnung um rund 36'000 Franken.
Kapitalbedarf steigt schneller als Ersparnisse
Dadurch rückt der Traum der eigenen vier Wände für viele Haushalte in immer weitere Ferne. Denn mit dem höheren Marktwert steigt der Kapitalbedarf ebenfalls an. Neben dem Anstieg des mindestens geforderten Eigenkapitals von 20 Prozent erhöhen sich auch die Tragbarkeitsanforderungen. Wer eine durchschnittliche Eigentumswohnung erwerben möchte, muss mittlerweile rund 190'000 Franken an Eigenmitteln und ein Jahreseinkommen von etwa 165'000 Franken vorweisen. Beim Einfamilienhaus sind es gar 260'000 Franken Eigenkapital und 226'000 Franken Einkommen. Dadurch vergrössert sich die Lücke zwischen Einkommen, Sparmöglichkeiten und notwendigen Voraussetzungen schneller, als selbst die meisten ambitionierten Sparerinnen und Sparer mithalten können, wie die Studie «Immobilien Schweiz» von Raiffeisen von Anfang 2026 zeigt.
Frühzeitig planen – Geldanlagen prüfen
Vor diesem Hintergrund wird klar: Allein auf klassisches Sparen zu setzen, reicht für Normalverdiener faktisch nicht mehr aus, um den Eigenheimkauf zu realisieren. Für Haushalte, die nicht über einen erleichterten Weg, wie einem Erbvorbezug, zu einer Immobilie gelangen, kann es sinnvoll sein, zumindest einen Teil ihres Vermögens langfristig anzulegen, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Die mit Anlagen erzielten Erträge helfen, die wachsende Lücke zwischen Eigenkapitalanforderungen und den Ersparnissen zu verkleinern und damit die benötigte Spardauer merklich zu verkürzen.
Wer nicht anlegt, vermeidet Risiken und vergibt Chancen
Im Vergleich zum Sparen schnitt Anlegen in der Vergangenheit langfristig besser ab – insbesondere Portfolios mit wesentlichen Aktienanteilen. Dabei sind jedoch kurzfristig grössere Wertschwankungen in Kauf zu nehmen. Diese vorübergehenden Ausschläge nach unten werden in der Regel vom generellen Aufwärtstrend längerfristig ausgeglichen. Und sollten die Eigenheimpläne während der Sparjahre doch nicht realisiert werden, dann steht das Ersparte mitsamt Rendite für andere Zwecke zur Verfügung.
Das Investieren an den Anlagemärkten erfordert eine solide Finanzplanung und garantiert nicht, dass der Traum vom Eigenheim für alle erreichbar wird. Doch wer früh beginnt, regelmässig investiert und langfristig denkt, verschafft sich im aktuellen Umfeld spürbare Vorteile. Für viele Haushalte kann dies ein entscheidender Beitrag sein, um trotz steigender Preise auf Kurs zu bleiben. Gerne steht Ihnen Ihre Raiffeisenbankberaterin oder Ihr Raiffeisenbankberater zur Seite, um rechtzeitig Finanzierungs- und Investitionsmöglichkeiten auszuloten.