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29.01.2026
29.01.2026 08:56 Uhr

Börsenjahr 2026: Wenig Wachstum, viel Unsicherheit – die Chance für Sachwerte?

Ihre lokalen Expertinnen und Experten beraten Sie kompetent und ganzheitlich: Peter Rüegg (Raiffeisenbank Rapperswil-Jona), Sean Streuli (Raiffeisenbank Schänis-Amden), Daniela Kündig Brunschwiler (Raiffeisenbank Benken) und Nicolas Benz (Raiffeisenbank am Ricken).
Ihre lokalen Expertinnen und Experten beraten Sie kompetent und ganzheitlich: Peter Rüegg (Raiffeisenbank Rapperswil-Jona), Sean Streuli (Raiffeisenbank Schänis-Amden), Daniela Kündig Brunschwiler (Raiffeisenbank Benken) und Nicolas Benz (Raiffeisenbank am Ricken). Bild: Raiffeisen
Das neue Jahr wird für Anlegerinnen und Anleger anspruchsvoll: Sie müssen sich auf volatile Aktienmärkte und erhöhte Risiken durch eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik einstellen. Ein kritischer Blick auf das eigene Portfolio ist deshalb unerlässlich.

2025 war ein überraschend starkes Börsenjahr: Trotz Handelskonflikten, geopolitischer Krisen und steigender Verschuldung legten die Finanzmärkte kräftig zu. Wie ist diese Diskrepanz zu erklären? «Wir hatten in praktisch allen Anlageklassen eine sehr erfreuliche Entwicklung – dabei gerät aber leicht in Vergessenheit, wie gross die kurzfristigen Einbussen in der ersten Jahreshälfte waren», sagt Peter Rüegg, Anlageexperte bei der Raiffeisenbank Rapperswil-Jona.

Als US-Präsident Donald Trump im April höhere Handelszölle ankündigte, brachen die Märkte ein. Erst die Übergangsfristen und Nachverhandlungen sorgten für Entspannung. «In Kombination mit der expansiveren Geldpolitik der Zentralbanken führte dies zu einer kräftigen Erholung und letztlich zu einem starken Börsenjahr», erklärt der Raiffeisen-Experte.

Die Folgen der US-Zollpolitik werden auch 2026 zu spüren sein. Da die höheren Zölle in Form steigender Preise an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergereicht werden, dürfte die Inflation in den USA von derzeit 3 Prozent weiter zunehmen. Gleichzeitig wird die US-Industrie wohl weiter an Dynamik verlieren.

Schweiz und Europa: durchwachsene Aussichten

Auch Schweizer KMU werden 2026 durch die Zölle weiterhin beeinträchtigt, selbst wenn diese mittlerweile auf 15 Prozent gesunken sind. Zusätzlich belastet die Abwertung des Dollar. Seit Anfang 2025 hat die Währung gegenüber dem Franken 10 Prozent an Wert eingebüsst. Produkte von Unternehmen, die in der Schweiz produzieren und in die USA liefern, verteuern damit um gut 25 Prozent. 

«Die Ausgangslage für die Schweizer Industrie bleibt 2026 schwierig. Wir rechnen mit einem BIP-Wachstum von nur 1 Prozent», erklärt Peter Rüegg. Ebenso durchwachsen dürfte auch das Wachstum im übrigen Europa ausfallen. Eine Unbekannte bleibt der Krieg in der Ukraine. Ein Ende würde die Stimmung an der Börse stark verbessern.

Künstliche Intelligenz: Ist der Boom bald vorbei?

Entscheidend für die weitere Entwicklung ist auch die Dynamik beim Wachstumstreiber KI. 2026 muss langsam aber sicher klar werden, ob und wie sich damit Geld verdienen lässt, sonst könnte die Luft schnell draussen sein. Tatsächlich gibt es Anzeichen einer Blase: KI-Firmen nehmen vermehrt Kapital auf. Die Verschuldung steigt – und damit auch das Risiko. 

Für Technologiewerte bedeutet das: Da die Firmen sehr hoch bewertet sind und ihr Gewicht rund 40 Prozent des S&P-500 ausmacht, hätte ein Kursrückgang spürbare Auswirkungen auf den gesamten US-Markt. «Es lohnt sich deshalb, bei US-Aktien vorsichtiger zu sein und defensivere Märkte und Sektoren zu bevorzugen».

Sachwerte bleiben attraktiv

Im Nullzinsumfeld sind Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen interessant, insbesondere aus der Schweiz. Generell ist der Heimmarkt spannend, dank Sektoren wie Pharma und Medtech. Die Empfehlung liegt deshalb darin, auf Aktien aus rohstoffreichen Schwellenländern zu setzen.

Bei Obligationen ist 2026 kaum mit Kursaufwertungen zu rechnen, da in der Schweiz für 2026 keine weiteren Zinssenkungen absehbar sind. «Gleichwohl tragen Obligationen zur Stabilität eines Portfolios bei und sollten deshalb nicht ausser Acht gelassen werden», wie Rüegg betont. Auch hier bieten Schwellenländer Chancen.

Darüber hinaus bleiben Sachwerte wie Immobilien und Gold attraktiv: Schweizer Immobilienfonds schütten gut 2 Prozent aus und bieten zusätzliches Wertsteigerungspotenzial. Beim Gold, das 2025 neue Höchststände erreicht hat, wird für 2026 eine weitere Preissteigerung erwartet – wenn auch nicht mehr im Ausmass des Vorjahres. 

Das Portfolio wieder ins Lot bringen

Alles in allem wird 2026 eine breite Diversifikation von grosser Bedeutung sein. Auch angesichts der starken Marktbewegungen im vergangenen Jahr lohnt es sich, die Verteilung der eigenen Anlagen zu prüfen: «Turbulente Börsenjahre können das Portfolio aus dem Gleichgewicht bringen», wissen die Anlageexperten. «Es kann sinnvoll sein, einen Teil der Gewinne zu realisieren und gewisse Umschichtungen vorzunehmen.» 

Die Raiffeisenbank empfiehlt einen strategischen Ansatz: Ein Vermögens-Check zum Jahresanfang ermöglicht es, die Balance wiederherzustellen und die Chancen im neuen Jahr zu nutzen.

Individueller und kostenloser Vermögens-Check

Raiffeisen legt Wert darauf, dass das Vermögen ihrer Kundinnen und Kunden bestmöglich aufgestellt ist. Die zweitgrösste Bankengruppe der Schweiz empfiehlt zum Jahresauftakt einen individuellen Vermögens-Check mit der Kundenberaterin oder dem Kundenberater durchzuführen. Die persönliche und finanzielle Situation, Anlageziele und -horizont sowie die Risikobereitschaft können sich laufend ändern. Der ganzheitliche Check ermöglicht eine sorgfältige Beurteilung der gesamten Vermögenssituation. Zusammen mit der Expertin oder dem Experten von Raiffeisen werden Optimierungsmöglichkeiten identifiziert, Chancen thematisiert und die Portfoliostruktur auf das Marktumfeld abgestimmt.

Kostenlosen Vermögens-Check vereinbaren: raiffeisen.ch/vermoegens-check.

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