Home Region Sport Schweiz/Ausland Rubriken Agenda
Promo
Region
17.02.2026
16.02.2026 16:35 Uhr

Säule 3a: Früh einzahlen macht sich bezahlt

Ihre lokalen Expertinnen und Experten beraten Sie kompetent und ganzheitlich: Reto Schmid (Raiffeisenbank Rapperswil-Jona), Daniel Heinrich (Raiffeisenbank Schänis-Amden), Janine Jud (Raiffeisenbank Benken) und Fabiana Marotta (Raiffeisenbank am Ricken).
Ihre lokalen Expertinnen und Experten beraten Sie kompetent und ganzheitlich: Reto Schmid (Raiffeisenbank Rapperswil-Jona), Daniel Heinrich (Raiffeisenbank Schänis-Amden), Janine Jud (Raiffeisenbank Benken) und Fabiana Marotta (Raiffeisenbank am Ricken). Bild: Raiffeisen
Alte Gewohnheiten ablegen fällt vielen schwer. Da hilft nur eins: Gleich mit der Umsetzung beginnen. Dies gilt auch für finanzielle Angelegenheiten. Der Jahresbeginn ist der optimale Zeitpunkt, um sich einen Überblick über die Finanzen zu verschaffen und Optimierungen vorzunehmen. Vier einfache Tipps zeigen, wie dies mit der privaten Vorsorge – der 3. Säule – möglich ist.

Die gesetzlichen Vorsorgeleistungen aus der AHV (1. Säule) und Pensionskasse (2. Säule) sollen 60 Prozent des letzten Einkommens vor der Pensionierung betragen – so das sozialpolitische Leistungsziel. Was vielen nicht bewusst ist: Eine Ersatzquote von 60 Prozent deckt in den meisten Fällen die Ausgaben nach der Pensionierung nicht – es entsteht eine Vorsorgelücke. Wer heute privat vorsorgt (3. Säule), kann nicht nur diese Lücke schliessen, sondern dabei mehrfach profitieren.

Konto oder Wertschriften?

Eine Lösung mit einem Vorsorgekonto 3a eignet sich vor allem dann, wenn der Anlagehorizont weniger als fünf Jahre beträgt. Steht zum Beispiel ein Hauskauf an und wird für dessen Anschaffung Geld aus der gebundenen Vorsorge bezogen, sollte das Kapital schnell und einfach verfügbar sein. Wird das Vermögen allerdings kurz- bis mittelfristig nicht benötigt und beträgt der Anlagehorizont mehr als fünf Jahre, sollten Vorsorgefonds in Betracht gezogen werden. Diese bieten langfristig höhere Renditechancen, unterliegen aber Wertschwankungen.

Der Vorsorgetipp: Bestimmen Sie Ihre persönliche Anlagestrategie. Diese ist abhängig von Ihrem Anlagehorizont und der persönlichen Risikobereitschaft.

Lieber früh als (zu) spät

Bei der Einzahlungskadenz in die 3. Säule gibt es verschiedene Möglichkeiten: Einmalig den gesetzlich geltenden Maximalbetrag (Jahr 2026: 7'258 Franken für Personen mit Pensionskasse und 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens bzw. maximal 36'288 Franken für Personen ohne Pensionskasse) einzahlen, den Maximalbetrag unterjährig auf verschiedene Zeitpunkte verteilen oder – als dritte Option – monatlich mit einem Dauerauftrag einen fixen Betrag einzahlen. Wer die Ersparnisse auf ein Vorsorgekonto 3a einbezahlt, sollte dies idealerweise Anfang Jahr tun und nicht erst kurz vor Jahresende. So ist garantiert, dass die Einzahlung nicht vergessen geht und man sich die Steuersparmöglichkeit nicht vergibt. Zudem profitiert man bei der Einzahlung am Jahresanfang länger vom Zinseszinseffekt. Denn bei der Vorsorge gilt: Die Zeit arbeitet für uns.

Der Vorsorgetipp für die Kontolösung: Zahlen Sie den gesamten gewünschten Betrag einmalig im Januar ein oder erstellen Sie zu Jahresbeginn einen monatlichen, quartalsweisen oder halbjährlichen Dauerauftrag. Dadurch stellen Sie sicher, dass der jeweils gewünschte Sparbetrag berücksichtigt wird.

Renditechancen der Aktien- und Obligationenmärkte nutzen

Je früher man in einen Vorsorgefonds investiert, umso mehr profitiert man von den Renditechancen der Finanzmärkte. Die erzielten Gewinne werden reinvestiert und generieren zukünftig noch mehr Gewinn. Mit Anlagestrategien von konservativ bis wachstumsorientiert stellen die Raiffeisen Vorsorgefonds eine echte Alternative zu Spareinlagen dar. Dabei gilt: Je mehr Risiko die Strategie beinhaltet, desto grösser sind auch die Renditechancen.

Der Vorsorgetipp für Vorsorgefonds: Beginnen Sie bereits in jungen Jahren mit der Investition in (einen) Vorsorgefonds und profitieren Sie dank dem sehr langen Anlagehorizont bestmöglich von den Renditechancen der Finanzmärkte.

Bild: Raiffeisen

Durchschnittspreiseffekt nutzen und Risiken minimieren mit dem Fonds-Sparplan

Bei der Investition in (einen) Vorsorgefonds ist die Kursentwicklung von der Entwicklung der Finanzmärkte abhängig – deshalb schwankt deren Wert täglich. Mit einem Fonds-Sparplan vermeidet man, die Gelder im ungünstigsten Zeitpunkt anzulegen. Durch regelmässige Einzahlungen zu unterschiedlichen Einstandspreisen profitiert man vom Durchschnittspreis-Effekt. Denn bei hohen Börsenkursen werden weniger Anteile gekauft und bei tiefen Börsenkursen entsprechend mehr Anteile. So investiert man langfristig zu günstigen Durchschnittskursen.
Der Vorsorgetipp für die Wertschriftenlösung: Richten Sie einen Vorsorge Fonds-Sparplan ein und investieren Sie monatlich zu einem Durchschnittspreis in (einen) Vorsorgefonds.

Beim Thema Vorsorge gilt: dranbleiben. Denn schliesslich ist die selbstbestimmte Vorsorge ein Schlüssel für einen entspannten dritten Lebensabschnitt – und wer wünscht sich das nicht für die eigene Zukunft?

Ihre Kundenberaterin oder Ihr Kundenberater kennt Ihre individuelle Vermögenssituation. Daneben stehen zusätzlich Spezialistinnen und Spezialisten für eine ganzheitliche Vorsorgeplanung zur Verfügung.

Vorteile auf einen Blick:

Doppelter Steuerspareffekt: Einzahlungen können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden und Vorsorgegelder sind von der Vermögenssteuer befreit.

Frei wählbare Einzahlungsmöglichkeit bis zum maximalen Einzahlungsbetrag (7'258 Franken für Erwerbstätige mit Pensionskasse, 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens bzw. maximal 36'288 Franken für Personen ohne Pensionskasse).

Mit einem Vorsorgefonds können Sie, basierend auf Ihrem persönlichen Risikoprofil, von den Renditechancen an den Finanzmärkten profitieren.

Risiken wie Tod und/oder Invalidität können ergänzend abgesichert und so finanzielle Sicherheiten für Sie oder Ihre Familie geschaffen werden.

Jederzeit und überall: Mit der digitalen Säule 3a investieren Sie in wenigen Minuten in Ihre persönliche Vorsorge.

Befristete Nachzahlungen in die Säule 3a

Verpasste Gelegenheiten sind oft für immer verstrichen – doch der Bundesrat hat ab 2025 eine begrenzte Möglichkeit zur Nachzahlung in die Säule 3a eröffnet.

Wenn Sie erwerbstätig sind, können Sie verpasste Säule-3a-Einzahlungen innerhalb von zehn Jahren nachholen und diese entstandenen Lücken steuerlich begünstigt schliessen.

Was bedeutet das konkret?

  • Eine Nachzahlung ist nur für zukünftige Lücken möglich, erstmals ab 1. Januar 2026.
  • Eine Lücke entsteht nur, wenn die maximal mögliche 3a-Einzahlung nicht geleistet wurde, man aber dazu berechtigt gewesen wäre. Das setzt ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen im entsprechenden Jahr voraus.
  • Die Nachzahlung erfolgt zusätzlich zum vollständig einbezahlten Betrag der Säule 3a des laufenden Jahres.
  • Die maximal mögliche Nachzahlung entspricht dem «kleinen» 3a-Abzug (2026: 7'258 Franken, dies gilt auch für Selbständigerwerbende bzw. Personen ohne Pensionskasse).
  • Eine allfällige Lücke in einem Jahr darf nicht auf mehrere Jahre verteilt werden, sondern ist in einer einmaligen Einzahlung vorzunehmen. Mit einer Nachzahlung können Sie hingegen die Lücken von mehreren Kalenderjahren schliessen.
  • Eine entstandene Lücke kann nur innerhalb von zehn Jahren geschlossen werden.
  • Lücken, die durch Erwerbspausen aufgrund von Aus-/Weiterbildungen sowie Elternzeiten entstanden sind, können nicht geschlossen werden, wenn in diesen Jahren kein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wurde.
Raiffeisen
Demnächst