Die SP Uznach-Gommiswald bot an ihrer Mitgliederversammlung den beiden Kandidierenden für die Ersatzwahl in den Gemeinderat, Martin Dilla (SVP) und Claudia Weber (GLP) Gelegenheit, sich und ihre Ideen zu präsentieren. Besonders interessierte dabei die Haltung der beiden zu den Themen Verkehr, Schule und Zentrumsversorgung, die für Uznach in den nächsten Jahren von grosser Bedeutung sind.
«Gemeinplätze und Slogans»
Die SP erwartet nicht, dass die Kandidierenden bereits jetzt zu allen Themen klare und konkrete Vorstellungen darüber haben, wie sie sich einbringen wollen. Ein Politprogramm darf aber nicht nur aus Gemeinplätzen und Slogans bestehen. Die Versammlung stellte beiden die Frage, wie sich denn ihre Wahl in Uznach bemerkbar machen würde. Die Antworten beider Kandidierenden blieben dabei meist vage und allgemein gehalten. Besonders Martin Dilla schien noch wenig mit den spezifischen Herausforderungen der Gemeinde vertraut, und es ist fraglich, ob er so im Rat eigenständige Positionen vertreten könnte. Auch Claudia Weber vermochte die SP nicht restlos zu überzeugen. Aus Sicht der Partei ist sie aber eher Verfechterin sozialer, gesellschaftlicher und ökologischer Anliegen. Ausserdem ist es wünschbar, mehr als nur eine Frau im Gemeinderat zu haben.
Eidgenössische, kantonale und kommunale Parolen
Neben den Wahlen waren auch die Abstimmungsvorlagen vom 8. März traktandiert. Die SP Uznach-Gommiswald sagt Ja zum Klimafonds und zur Individualbesteuerung. Klar abzulehnen ist die auf die Demontage der SRG abzielende Halbierungsinitiative. Bei den Bargeldvorlagen lehnt sie die Initiative ab, befürwortet aber den Gegenvorschlag. Bei den kantonalen Vorlagen spricht sich die SP für den Neubau des BWZ und den Verkauf der Grundstücke Wil-West aus. Ausserdem unterstützt sie den Neubau der Doppelturnhalle in Gommiswald.