Die Mitte Uznach hat im Vorfeld der Ersatzwahl in den Gemeinderat, welche am 8. März 2026 stattfindet, mit beiden kandidierenden Personen ein öffentliches Hearing durchgeführt. Ziel war es, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung mit den Positionen und Vorstellungen der Kandidierenden zu ermöglichen.
Engagiertes Auftreten, aber inhaltlich unkonkret
In den Gesprächen zeigte sich, dass beide Kandidierenden engagiert auftreten und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig blieb die inhaltliche Konkretisierung in verschiedenen Themenbereichen allgemein und vermochte die Anwesenden nicht zu überzeugen. Konkrete Ideen, klare Prioritäten und erkennbare Impulse für die Weiterentwicklung der Gemeinde waren nur begrenzt ersichtlich.
Was für Weber und was gegen Dilla spricht
Aus Sicht der Uzner Mitte bringt Claudia Weber aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer bisherigen Tätigkeit auf kommunaler Ebene wichtige Voraussetzungen für die Arbeit in einer Exekutive mit. Erfahrung im politischen Prozess, Vertrautheit mit den Abläufen sowie Kenntnis der lokalen Gegebenheiten sind in einem kollegial geführten Gremium von zentraler Bedeutung. Auch der Umstand, dass mit dem Rücktritt von Isabelle Kuster eine Frau aus dem Gemeinderat ausscheidet, spricht für eine erneute weibliche Vertretung. Bei Martin Dilla vermisst die Mitte Uznach hingegen einen vertieften lokalen Bezug sowie klar erkennbare, lösungsorientierte Ansätze in der Sachpolitik.
Ebenso ist zu berücksichtigen, dass die Wahl Auswirkungen auf die parteipolitische Zusammensetzung des Gremiums hat. Eine zusätzliche Verschiebung zugunsten der SVP würde die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat verändern und die politische Balance neu ausrichten. Ob dies den aktuellen Gegebenheiten in unserer Gemeinde entspricht, ist von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern zu beurteilen.
Keine volle Überzeugung für Empfehlung
Eine verantwortungsvolle Wahlempfehlung erfordert volle Überzeugung. Diese kann derzeit jedoch leider nicht aufgebracht werden.
Für einen allfälligen zweiten Wahlgang wird sich die Uzner Mitte weiterhin aktiv in den politischen Prozess einbringen.