Rund 1200 Lernende besuchen heute wöchentlich das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Rapperswil-Jona. In wenigen Jahren sollen es laut Prognosen von Bund und Kanton rund 1600 sein. Die Infrastruktur hält mit dieser Entwicklung längst nicht mehr Schritt. Schulzimmer sind zu klein, Gruppenräume fehlen, neue Unterrichtsformen lassen sich kaum umsetzen. Enge Treppenhäuser, zu wenige Toiletten und fehlende Aufenthaltsräume prägen den Alltag. Kurz gesagt: Das BWZ ist am Limit.
Dabei ist das Ausbildungsangebot zentral für die Region und den ganzen Kanton. Vom Detailhandel über technische Berufe bis zur Informatikmittelschule mit Berufsmaturität reicht die Palette.
Mehr Platz für Fachkräfte von morgen
Der geplante Neubau im Südquartier von Rapperswil-Jona schaffe Abhilfe, meinte Regierungsrätin Bettina Surber. Künftig würde rund 5800 Quadratmeter Hauptnutzfläche für etwa 40 Klassen zur Verfügung stehen. Die Räume seien modular geplant und liessen sich flexibel an neue Lehr- und Lernformen anpassen. Damit reagiere der Kanton auf die Reformen in der Berufsbildung und auf die wachsende Zahl Lernender.
Regierungsrätin Susanne Hartmann: Es brauche mehr Platz für die Fachkräfte der Zukunft. Der Neubau sei ein notwendiger Schritt, um den Fachkräftemangel wirksam zu bekämpfen.
Synergie statt Doppelspurigkeit
Mit dem Neubau soll auch die Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster ins BWZ einziehen. Heute ist sie in Uznach in einer Mietlösung untergebracht, die räumlich und betrieblich Mängel aufweist. Bildung und Beratung sollen künftig unter einem Dach vereint werden. Das spare Kosten, vermeide Doppelstandorte und schaffe inhaltliche Nähe. Allein die heutigen jährlichen Mietkosten von knapp einer Million Franken fallen weg.