«Bereits in der Ausbildung wird uns beigebracht, dass wir zu unseren fruchtbaren Boden Sorge tragen müssen. Genau das gleiche sagte mein Grossvater und auch dessen Grossvater. An dieser Aussage wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Wir Landwirte sind stets bemüht, unter wirtschaftlichem Druck mit jedem Quadratmeter eine Wertschöpfung zu generieren. Auch die Direktzahlungen gehen in diese Richtung. Die Schweizer Bevölkerung hat in den letzten Jahren mehrmals bewiesen, dass sie hinter genau diesem System steht: Eine nachhaltige und produzierende Landwirtschaft.
Das St.Galler Stimmvolk erteilte Wil West 2022 schon einmal eine Abfuhr. Regierung und die Mehrheit unserer Kantonsräte haben Mühe, dies zu akzeptieren. Es ist richtig, dass in unserem Land auch Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze Platz haben müssen. Doch das Schweizer Stimmvolk sagte schon mehrfach, dass dies nicht mehr auf der grünen Wiese geschehen soll. Genau dieser Volkswille widerspricht Wil West überdeutlich. Mit Wil West wird zu viel Landwirtschaftsland für immer zerstört.
Pro Jahr wandern unter dem Strich 100'000 Menschen in unser Land ein. Deren Verkehr überlastet unsere Dörfer ohnehin schon. Mit Wil West braucht es wieder neue Zuwanderer und Grenzgänger. Auch beim Wohnraum wird es knapp, trotz Mehrfamilienhäusern überall platzten unsere Gemeinden aus allen Nähten. Die Qualität in den Schulen sinkt durch den hohen Ausländeranteil, während die Kosten durch die Decke gehen.
Der einzige Vorteil, den ich mit Wil West sehe, ist, dass sich einige wenige Personen an dem Schleuderpreis von 53.- pro m² bereichern können. Selbst in Blatten VS wurde der Boden unter Schuttbergen auf 130.- pro m² eingeschätzt. Unsere besten Böden will ich nicht zum Ramschpreis an den Thurgau geben. Stimmen auch Sie Nein zu Wil West.»