«Schon vor zwei Jahren lehnte die St.Galler Stimmbevölkerung WILWEST ab. Auch im Wahlkreis See-Gaster sagen 9 von 10 Gemeinden Nein. Die Regierung und auch Kantonsräte aus unserem Wahlkreis haben Mühe mit dem Volkswillen und bringen WILWEST nun wieder als alten Wein in neuen Schläuchen.
WILWEST wird in den Hochglanzbroschüren seit Jahren angepriesen. Doch bei genauerem Hinsehen überwiegen die Nachteile: Der massive Verbrauch von Landwirtschaftsland steht in keinem Verhältnis zum versprochenen Nutzen. Wertvolle Flächen für die Ernährung werden unwiederbringlich zerstört. Dies obwohl der Kanton längst über genügend eingezonte Gewerbeflächen verfügt, die zuerst ausgenutzt werden sollten.
Auch verkehrspolitisch überzeugt WILWEST nicht. Wil braucht auf beiden Seiten der Stadt eine Lösung. Doch der Autobahnzubringer Toggenburg wird ignoriert und sorgt weiter für Stau. WILWEST mit seinen 3'000 neuen Pendlern – darunter Grenzgänger aus Konstanz und Vorarlberg – würde diese Probleme verschärfen, nicht lösen.
Schliesslich bleibt die Frage der Kosten. Die öffentliche Hand trägt einen erheblichen Teil der Investitionen in Strassen, Bahn, Bus und Planungen, während der Nutzen vor allem privaten Investoren zufliesst. Das ist weder nachhaltig noch fair.
Die Regierung will unser Volksvermögen (Boden) an bester Lage für Fr. 53.– pro Quadratmeter an den Thurgau verscherbeln. Die Unternehmenssteuern fliessen voll nach Frauenfeld. Zu dieser Schwächung unseres Kantons stimme ich klar NEIN.»