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Leserbrief
Kanton
20.02.2026
20.02.2026 11:07 Uhr

Josef Zahner: «WILWEST – bestes Landwirtschaftsland weg»

Projektskizze WILWEST
Projektskizze WILWEST Bild: zVfg
● Josef Zahner schreibt:

«Offenbar träumt man in Wil von Zuständen wie in den Wirtschaftskantonen Zürich und Zug. Zum Nettopreis von 53 Franken will der Kanton St. Gallen an den Kanton Thurgau Land verkaufen, um WILWEST zu realisieren Doch man sieht nur eine Seite. In Zürich steht ein grosses Gebäude von Google leer. In Baar und in Zug stehen aktuell viele Büroflächen leer. Würde die Fusion der Firma Glencore mit Rio Tinto gelingen, würden höchstwahrscheinlich die über 1'000 Arbeitsplätze in Baar aus der Schweiz abgezogen und die drei grossen Bürogebäude in Baar ebenfalls leer stehen. Befürworter sprechen von «Land clever Nutzen». Ist es wirklich clever, bestes Ackerland zu verbauen, damit nachher ungenutzte Büro-Gebäude rumstehen, während einheimische Handwerksbetriebe keine Chance haben, dort Land zu erwerben?

Fruchtfolgefläche kann nicht ersetzt werden. Selbst wenn andernorts Flächen verbessert werden, verschwindet bestes Landwirtschaftsland. Verbaute Flächen müssen mit Öko-Ausgleich kompensiert werden, auf denen keine Lebensmittel mehr produziert werden können. So würden insgesamt 23.2 Hektaren für die Lebensmittelproduktion verloren gehen, 232'000 Quadratmeter. Dafür wird im Ausland der armen Bevölkerung das Essen weggekauft, die Importeure freut's. Vor Weihnachten werden dann die Hilfswerke aktiv um Spenden zu sammeln für die hungernden Menschen. Ist das nicht zynisch?

Das Stau-Problem in Stosszeiten wird nicht gelöst trotz zweitem Autobahnanschluss. Zu den neuen Arbeitsplätzen werden noch mehr Autos kommen, und der Stau vom Toggenburg her wird noch grösser.

Darum sagen wir NEIN zu WILWEST.»

Josef Zahner, Kaltbrunn
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