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Eishockey
22.04.2026
22.04.2026 23:39 Uhr

Stadionspeaker Pascal Schmitz verlässt die Lakers

Verleger Bruno Hug (rechts unten) kommentiert den Fall zu Ex-Natitrainer Patrick Fischer (l) und SRF-Journalist Pascal Schmitz (r)
Verleger Bruno Hug (rechts unten) kommentiert den Fall zu Ex-Natitrainer Patrick Fischer (l) und SRF-Journalist Pascal Schmitz (r) Bild: Lainth24
SRF-Journalist Pascal Schmitz, der zum Nachteil des Schweizer Eishockeys die Entlassung von Natitrainer Patrick Fischer provozierte, tritt als Lakers-Speaker zurück. Von Bruno Hug

Auf der Instagram-Seite teilen die Lakers mit, dass Schmitz dem Club als Stadionspeaker «in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehe».

Schaden von Lakers abwenden

Schmitz selbst schreibt dazu: «Ich habe mich entschieden, künftig nicht mehr Stadionspeaker der SCRJ Lakers zu sein. Die Ereignisse der vergangenen Tage haben mich zu diesem Schritt bewogen. Damit möchte ich Schaden von den Lakers abwenden, denn dieser Verein ist für mich eine Herzensangelegenheit und ein wichtiger Teil meines Lebens.
Jüngst wurden Facebook-Posts von mir öffentlich, die ich vor rund 15 Jahren abgesetzt habe. Ich möchte mich aufrichtig bei allen Menschen entschuldigen, die von mir in diesen Posts beleidigt worden sind».

Schmitz‘ Kamelrennen

Die Entschuldigung von Schmitz ist schwer nachvollziehbar, weshalb Linth24 dazu die Hintergründe offenlegt: Das verlorene Spiel der Schweiz gegen Chile an der Fussball-WM 2010 in Südafrika leitete als Schiedsrichter Khalil al-Ghamdi aus Saudi-Arabien. Über ihn liess der damalige Radioredaktor Schmitz seine Follower auf Social Media wissen: «Der soll doch bitte in Zukunft Kamelrennen pfeifen. Arschloch.»

«Geile Siech Schmitzi»

Ein anderer Leser fügte an: «Kamelrennen. Glaubsch, det isch er besser?? Okey, nacher würdet’s en wenigschtens steinige…» 
Darauf reagierte Schmitz so: «Schöne Gedanke, Stefan.»
Eine junge Frau kommentierte: «Geile Siech, Schmitzi!
Darauf äusserte sich der heutige SRF-Journalist Schmitz: «Dieser gelbe arabische Hurens... Verdammt noch mal.»

Kommentar von Bruno Hug

Ein Journalist besitzt immer wieder heikle Insiderinformationen. Er muss oft verantwortungsvoll entscheiden: Was bringt es, diese Info zu verbreiten, wem hilft, wem schadet sie?

Schmitz – und das SRF – liessen bei der «steinalten» Information zu Patrick Fischer genau dieses Verantwortungsgefühl vermissen. Kommt dazu, dass Corona eh eine schändliche Zeit war. Gerade beim SRF, wo sich der Staatssender monatelang als Staatsmikrophon selbst befleckt hat. 
Dass es nun genau SRF ist, das mit Patrick Fischer zu Corona einen hoch verdienten Sportler zu Fall brachte, aber die eigenen Fehlleistungen während Corona nie aufräumte, ist beschämend und gibt zu denken.

Fischer No-Go-Wahl 

In der ganzen Sache möchte ich noch auf einen anderen Punkt hinweisen: Fischer, der sich, wie viele andere, nicht impfen lassen wollte, stand als Eishockey-Nationaltrainer während Corona und vor Olympia vor einem faktisch unlösbaren Problem. Als Impfgegner hatte er nur zwei Möglichkeiten: Vor der Olympiade in Peking drei Wochen in Quarantäne zu gehen – womit er die ganze Olympia-Vorbereitung mit den aus aller Welt eingeflogenen Spielern nicht hätte leiten können. Also ein sportliches No-Go.

Oder er hätte kurz vor Olympia seinen Rücktritt erklären müssen. Auch das ein sportliches No-Go. Er wählte den dritten Weg des organisierten Covid-Zertifikats, aus dem ihm nun ein SRF-Saubermann und das SRF fünf Jahre später einen Strick drehten.

Bruno Hug
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