Home Region Sport Schweiz/Ausland Rubriken Agenda
Eishockey
18.03.2026
19.03.2026 10:21 Uhr

Die Lakers im Play-off-Glück

Gross ist die Freude, gross ist die Erleichterung. Die Lakers schaffen im letzten Spiel den Sprung in die Play-offs.
Gross ist die Freude, gross ist die Erleichterung. Die Lakers schaffen im letzten Spiel den Sprung in die Play-offs. Bild: Thomas Oswald
Auf den letzten Drücker haben sich die SCRJ Lakers für die Play-offs qualifiziert. Im Play-In-Rückspiel bezwingen sie den SC Bern 4:0 und ziehen mit einem Gesamtscore von 6:1 in die Viertelfinals ein.

Die Lakers halten nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel ihr Schicksal in den eigenen Händen – und drücken aufs Gaspedal. Eine frühe Chance durch Dominik Lammer bleibt ungenutzt, danach übernimmt der SCB vorübergehend das Spieldiktat. Beide Teams vergeben ihre Powerplays, zwingende Chancen bleiben aus. Trotz klarer Vorteile (17:9 Schüsse) fehlt Bern die Effizienz – es bleibt beim 0:0 nach dem Startdrittel.

Fritz bricht den Bann

Im Mitteldrittel sehen die 5'178 Zuschauer ein anderes Spiel. Nun ergreifen die Lakers die Initiative und drängen die Berner in die Defensive. Doch im Abschluss fehlt zunächst weiterhin die Kaltblütigkeit – bis zur 30. Minute: Tyler Moy legt clever auf Tanner Fritz ab, der SCB-Goalie Sandro Zurkirchen in der nahen Ecke bezwingt. Rappi jubelt.

Strömwall zum 2:0

Und es kommt noch besser: Im vierten Powerplay fällt in der 35. Minute das 2:0. Malte Strömwall trifft direkt und präzise. Damit ist das Spiel in entscheidende Bahnen gelenkt. Der SCB benötigt nun vier Treffer, um das Gesamtscore noch zu drehen.

Kür im Schlussdrittel

Diese Hypothek ist zu gross. Angepeitscht vom euphorischen Heimpublikum bieten die Lakers im Schlussdrittel noch eine kleine Gala – mit dem Höhepunkt in der 54. Minute, als Albrecht und Zangger innerhalb von 14 Sekunden auf 4:0 erhöhen.

SCB-Sportdirektor Martin Plüss muss lesen, was die Fans von seiner Arbeit halten. Bild: Bruno Hug

SCB-Sportchef Plüss in der Kritik

Damit steh das Team von Trainer Johan Lundskog über Umwege doch noch in den Play-offs. Dort wartet Fribourg-Gottéron. Und der grosse SCB? Er erlebt das bezeichnende Ende einer Saison zum Vergessen. Die Quittung erhält (unter anderem) Sportdirektor Martin Plüss von den Fans vorgesetzt: «Aus Spieler Top, aus Sportchef Flop». Mehr gibt es nicht zu sagen.

Telegramm

SC Rapperswil-Jona Lakers – SC Bern 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)

St.Galler Kantonalbank Arena, Rapperswil
5'178 Zuschauer.

Schiedsrichter: Wiegand/Kaukokari (FIN), Bachelut/Schlegel.

Tore: 30. Fritz (Moy) 1:0. 36. Strömwall (Pilut, Moy/Powerplaytor) 2:0. 54. (53:37) Albrecht (Moy, Pilut/Powerplaytor) 3:0. 54. (53:51) Zangger (Hofer) 4:0.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen SC Rapperswil-Jona Lakers, 8-mal 2 plus 10 Minuten (Häman Aktell) gegen SC Bern.

PostFinance-Topskorer: Moy; Ejdsell.

SC Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Capaul, Larsson; Jelovac, Dufner; Mika Henauer; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Fritz, Moy, Jensen; Hofer, Albrecht, Marlon Graf; Diethelm.

SC Bern: Zurkirchen; Loeffel, Lindholm; Untersander, Kreis; Rhyn, Häman Aktell; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Lehmann; Bemström, Alain Graf, Ejdsell; Marchon, Müller, Scherwey; Schild, Ritzmann, Alge; Moser.

Bemerkungen: SC Rapperswil-Jona Lakers ohne Punnenovs (überzähliger Goalie), Dünner (verletzt), Embacher, Bisig, Hornecker, Quinn (alle bei Nachwuchs), Kellenberger (überzählig), Honka und Maillet (beide überzählige Ausländer). SC Bern ohne von Burg (überzähliger Goalie), Fuss, Riatsch, Ryser (alle bei Farmteam), Bont, Serkins, Zürcher (alle bei Nachwuchs), Füllemann, Andri Henauer (beide abwesend), Baumgartner, Vermin (beide verletzt), Reideborn, Sgarbossa und Jakowenko (alle überzählige Ausländer).

Thomas Renggli
Demnächst