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Eishockey
05.03.2026
08.03.2026 11:59 Uhr

Die Lakers bodigen Kloten

Mit zwei Toren Mann des Spiels: Lakers-Stürmer Yannick-Lennart Albrecht.
Mit zwei Toren Mann des Spiels: Lakers-Stürmer Yannick-Lennart Albrecht. Bild: SCRJ Lakers/Collage: Linth24
Zwei Runden vor Ende der Qualifikation ist der 7. Platz für Rapperswil-Jona zum Greifen nah. Gegen Kloten gewinnen die Lakers 6:4 und schaffen sich im Hinblick auf das Saison-Finale eine gute Ausgangslage.

Gegen Kloten starten die Lakers druckvoll in die Partie und kommen früh zu guten Chancen: Maillet und Jensen scheitern aus aussichtsreicher Position an Gäste-Goalie Waeber. Doch Kloten hält dagegen, und es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Druckphasen. 

Kloten-Führung im Powerplay

Nach einer Strafe gegen Graf gehen die Gäste im Powerplay in Führung – Simic trifft, wobei Nyffeler unglücklich aussieht. Kurz darauf müssen die Lakers erneut in Unterzahl zittern, überstehen die heikle Phase aber. Die Klotener Führung ist zu diesem Zeitpunkt verdient.

Umkämpftes Mitteldrittel

Die Lakers kommen stark aus der Kabine und holen früh ein Powerplay heraus. Rask nutzt dieses rasch zum Ausgleich. Danach bleibt die Partie bei fünf gegen fünf ausgeglichen, doch wenig später drehen die Lakers das Spiel. Die Antwort Klotens folgt prompt: Morley trifft mit einem eher kuriosen Tor zum 2:2. Als Delémont auf die Strafbank muss, schlagen die Lakers erneut zu – praktisch mit Ablauf der Strafe fällt das 3:2.

Wilder Schlussabschnitt

Im Schlussdrittel erreicht das Spektakel eine neue Wahrnehmungsstufe: Zuerst erhöht Albrecht für die Lakers auf 4:2 (44.), dann bringt Morley mit  seinem zweiten Treffer (49.) die Gäste wieder heran. Wieder Albrecht (52.) sorgt mit dem 5:3 für vermeintlich klare Verhältnisse. Doch ausgerechnet Pontus Åberg – am Obersee ein alter Bekannter – verkürzt erneut. 

Doch auch dieser Spielstand hält nicht lange. In der 56. Minute lässt Lammer die Lakers-Fans wieder jubeln: 6:4. Es sollte der Schlusspunkt gewesen sein. 

Im Play-In wohl gegen Zug

Damit verbessert der SCRJ seine Ausgangslage im Hinblick auf die «Post-season». Sogar die direkte Play-off-Qualifikation ist noch möglich – theoretisch. Vor den beiden abschliessenden Regular-season-Partien in Zug (am Samstag) und zuhause gegen Ambri-Piotta (Montag) spricht aber vieles dafür, dass die Lakers im Play-In zunächst gegen Zug um die Play-off-Qualifikation spielen. 

Noch mehrere Trümpfe

Im Falle einer Niederlage gegen die Zentralschweizer bliebe ihnen eine zweite Chance gegen den Sieger aus dem Duell des Neunten gegen den Zehnten. Oder mit anderen Worten: Das Team von Headcoach Johan Lundskog hält im Saisonendspurt noch mehrere Trümpfe in der Hand.

Telegramm

SC Rapperswil-Jona Lakers – EHC Kloten 6:4 (0:1, 3:1, 3:2)

St.Galler Kantonalbank Arena, Rapperswil
4'995 Zuschauer.

Schiedsrichter: Kaukokari (FIN)/Gerber, Cattaneo/Bürgy.

Tore: 15. Simic (Meyer, Gignac/Powerplaytor) 0:1. 22. Rask (Larsson, Jensen/Powerplaytor) 1:1. 25. Jensen (Taibel) 2:1. 27. Morley (Gignac) 2:2. 31. Jensen (Larsson, Wetter) 3:2. 44. Albrecht (Hofer) 4:2. 49. Morley (Meyer, Gignac) 4:3. 52. (51:11) Albrecht (Moy/Powerplaytor) 5:3. 53. (52:39) Åberg (Henry/Powerplaytor) 5:4. 56. Lammer (Maillet, Moy) 6:4.

Strafen: je 4-mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Moy; Lindroth.

SC Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Capaul, Larsson; Henauer, Jelovac; Dufner; Zangger, Rask, Wetter; Moy, Maillet, Lammer; Fritz, Taibel, Jensen; Hofer, Albrecht, Graf.

EHC Kloten: Waeber; Delémont, Lindroth; Wolf, Steve Kellenberger; Profico, Steiner; Hausheer; Meyer, Gignac, Morley; Simic, Leino, Puhakka; Åberg, Henry, Ramel; Weibel, Diem, Schäppi; Derungs.

Bemerkungen: SC Rapperswil-Jona Lakers ohne Dünner, Quinn (beide verletzt), Matthew Kellenberger (überzählig), Honka (überzähliger Ausländer), Embacher, Bisig, Hornecker (alle bei Nachwuchs) und Strömwall (gesperrt), EHC Kloten ohne Smirnovs, Meier (überzählig), Klok (überzähliger Ausländer), Keller und Körbler (beide bei Nachwuchs). EHC Kloten ab 57:10 ohne Torhüter.

Thomas Renggli
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