WM-Traum endet gegen Argentinien
Die Schweizer Nationalmannschaft hat den ganz grossen Coup verpasst. Im Viertelfinal der Weltmeisterschaft unterlag das Team von Murat Yakin dem Titelverteidiger Argentinien mit 1:3. Über weite Strecken hielt die Nati dagegen, verteidigte leidenschaftlich und suchte mutig den Weg nach vorne. Doch die individuelle Klasse der Südamerikaner setzte sich am Ende durch. Damit endet ein Turnier, das der Schweiz dennoch den grössten WM-Erfolg seit Jahrzehnten bescherte.
Messi ebnet den Weg
Vor 76'000 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensiver Schlagabtausch. Argentinien übernahm mehr Ballbesitz, während die Schweiz mit schnellen Gegenstössen immer wieder Nadelstiche setzte. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit erhöhte der Weltmeister den Druck. Lionel Messi brachte die Albiceleste auf Kurs, ehe die Schweiz noch einmal verkürzen konnte und auf eine Wende hoffte. In der Schlussphase machte Argentinien mit dem dritten Treffer alles klar und liess den Schweizer Traum vom Halbfinal platzen.
Stolz trotz WM-Aus
Die Enttäuschung war den Schweizer Spielern nach dem Schlusspfiff anzusehen. Trotzdem überwog auch der Stolz über eine aussergewöhnliche Weltmeisterschaft. Mit dem historischen Viertelfinaleinzug und dem Erfolg im Achtelfinal hat die Nati bewiesen, dass sie sich mit den besten Mannschaften der Welt messen kann. Trainer Murat Yakin sprach von einer schmerzhaften Niederlage, lobte aber den Einsatz und den Charakter seiner Mannschaft. Argentinien kämpft nun um den erneuten WM-Titel, während für die Schweiz eine beeindruckende Reise zu Ende geht.
Fans feiern ihre Nati
Ob im Nelson Pub in Rapperswil, in der Stall Bar in Jona, im Ahoi in Schmerikon oder bei der Bäckerei Morger in Neuhaus: Bereits in den frühen Morgenstunden verfolgten zahlreiche Fans das Viertelfinalspiel gemeinsam bei Food & Drinks. Zwischen Hoffen, Bangen und lautem Jubel wechselte die Stimmung laufend. Auch nach dem Ausscheiden überwog der Stolz auf die Schweizer Mannschaft, die das Land mit ihrem WM-Auftritt begeistert hat.
Telegramm
Argentinien – Schweiz 3:1 (1:1, 1:0) n.V.
Arrowhead Stadium, Kansas City
69'045 Zuschauer.
Schiedsrichter: Silva Pinheiro (POR).
Tore: 10. Mac Allister (Messi) 1:0. 67. Ndoye (Rodríguez) 1:1. 112. Alvarez (López) 2:1. 121. Lautaro Martínez 3:1.
Argentinien: Emiliano Martínez; Molina (85. Montiel), Romero (105. Otamendi), Lisandro Martínez, Tagliafico (78. González); Paredes (110. López); De Paul (85. Lautaro Martínez), Fernández (90. Almada), Mac Allister; Messi, Alvarez.
Schweiz: Kobel; Zakaria (96. Jashari), Elvedi, Akanji, Rodríguez (95. Cömert); Freuler (115. Vargas), Xhaka; Sow (86. Widmer), Rieder (86. Muheim), Ndoye (86. Amdouni); Embolo.
Bemerkungen: 72. Gelb-Rote Karte gegen Embolo. Verwarnungen: 44. Embolo. 97. Almada. 98. Lautaro Martínez. 114. López.