Schweizer WM-Fehlstart gegen Katar
«Aufwachen!», forderte Granit Xhaka nach dem zähen Testspiel gegen Australien. Gehört hat offenbar niemand. Bereits nach 104 Sekunden schenkt Manuel Akanji den Katarern die erste Grosschance. Nur Gregor Kobel verhindert mit einer starken Parade den frühen Rückstand.
Dominierende Schweizer
Die Schweiz reagiert, dominiert die Partie und kommt in der 17. Minute zur Führung. Nach einem Zusammenprall zwischen Remo Freuler und Goalie Abunada entscheidet der Schiedsrichter auf Penalty. Breel Embolo bleibt cool und verwandelt souverän zum 1:0.
Chancen ohne Ende
Danach spielt fast nur noch die Schweiz. Katar wirkt überfordert, die Nati erspielt sich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Besonders Denis Zakaria, überraschend als rechter Aussenverteidiger eingesetzt, kommt mehrfach gefährlich zum Abschluss.
Doch statt die Partie zu entscheiden, lässt die Schweiz ihre Chancen liegen. Ein Muster, das sich rächt.
Ernüchternder Schlusspunkt
In der vierten Minute der Nachspielzeit folgt die Quittung. Die Schweizer Abwehr gewährt auf der rechten Seite zu viel Platz, Homam Al Amin flankt ungestört zur Mitte. Dort steigt Katars Captain Boualem Khoukhi höher als alle anderen und köpfelt zum 1:1 ein.
Ein Schlag ins Gesicht
Für Murat Yakin ist es ein Schlag ins Gesicht. Der Nati-Coach schleudert wutentbrannt eine Wasserflasche durch die Coachingzone. Verständlich: Gegen einen krassen Aussenseiter verspielt die Schweiz zwei Punkte – und liefert zum WM-Auftakt einen Auftritt, der mehr Fragen als Antworten hinterlässt.