Die Schweiz zittert sich zum Gruppensieg
Vor dem Anpfiff drehte sich alles um Johan Manzambi. Startformation oder Joker? Murat Yakin entschied sich für die Startelf – und lag richtig.
Manzambi glänzt
Nach einer zähen ersten Halbzeit brachte der 20-Jährige die Partie innert zehn Minuten auf Schweizer Kurs. Zunächst bereitete er Ruben Vargas das 1:0 vor (47.), dann traf er nach Vorarbeit von Breel Embolo gleich selbst zum 2:0 (57.). Drei WM-Tore hat Manzambi nun bereits auf dem Konto.
Hektische Schlussphase
Die Schweiz schien alles im Griff zu haben. Doch dann kam Kanada zurück. Promise David verkürzte in der 76. Minute auf 1:2 und läutete eine hektische Schlussphase ein.
Plötzlich war die Souveränität weg. Die Nati kam kaum noch aus der eigenen Platzhälfte, Kanada drückte auf den Ausgleich. Dass dieser nicht fiel, lag vor allem an Gregor Kobel. Der Goalie hielt den knappen Vorsprung mit starken Interventionen fest.
In acht Tagen geht's weiter
So wird aus einem beinahe komfortablen Abend doch noch eine Zitterpartie. Das Happy End bleibt dennoch bestehen: Die Schweiz gewinnt ihr drittes Gruppenspiel und zieht als Gruppensieger in den Sechzehntelfinal ein. Dort wartet in der nächsten Woche (in der Nacht auf Freitag) erneut in Vancouver ein Gruppendritter.
Telegramm
Schweiz – Kanada 2:1 (0:0)
BC Place Vancouver, Vancouver
52'497 Zuschauer.
Schiedsrichter: Abatti Abel (BRA).
Tore: 46. Vargas (Manzambi) 1:0. 57. Manzambi (Embolo) 2:0. 76. David (Saliba) 2:1.
Schweiz: Kobel; Jaquez (74. Widmer), Elvedi, Akanji, Rodríguez; Freuler, Xhaka; Sow (74. Aebischer), Manzambi (85. Fassnacht), Vargas (80. Ndoye); Embolo (85. Itten).
Kanada: Crépeau; Johnston, De Fougerolles, Cornelius, Laryea (83. Shaffelburg); Buchanan (75. Promise David), Saliba, Choinière (58. Eustáquio), Ahmed (58. Millar); Jonathan David, Larin (58. Oluwaseyi).
Bemerkungen: Verwarnungen: 32. Larin. 32. Xhaka. 87. Millar.