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29.06.2026

Nachfrage verteuert Wohneigentum

Tiefster mittlerer Preis im Linthgebiet für Einfamilienhäuser, aber zweithöchster Preis für Eigentumswohnungen: Schmerikon. (Archivbild)
Tiefster mittlerer Preis im Linthgebiet für Einfamilienhäuser, aber zweithöchster Preis für Eigentumswohnungen: Schmerikon. (Archivbild) Bild: Marco Zanoli (CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons)
In der Wohnregion Linthgebiet übertraf auch im Frühjahr 2026 die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern das Angebot um das Mehrfache. Die Preise zogen weiter an.

Der Wohnungsmarkt im Linthgebiet steht weiterhin stark unter Druck. Zwar hat sich das Nachfragewachstum gegenüber den Vorjahren leicht abgeschwächt, das Niveau der Bautätigkeit reicht jedoch immer noch nicht aus, um den zusätzlichen Bedarf zu decken. Die Gegenüberstellung von Suchabonnements und den auf Vermarktungsplattformen ausgeschriebenen Objekten zeigt im Frühjahr 2026 nach wie vor einen Nachfrageüberhang: Einer inserierten Eigentumswohnung stehen durchschnittlich rund 7 potenzielle Käufer gegenüber, bei Einfamilienhäusern sind es mit 11 Suchenden pro Objekt sogar noch deutlich mehr.

«Das Linthgebiet gilt als äusserst attraktive Wohnregion und ist nach wie vor geprägt von einem ausgesprochenen Nachfrageüberhang. Trotz des bereits sehr hohen Preisniveaus sind die Preise insbesondere von Eigentumswohnungen nochmals spürbar gestiegen.»
René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden St.Galler Kantonalbank AG

Angebot knapp und Baumarkt mit Rückgang

Das Angebot auf den Eigenheimmärkten bleibt im Linthgebiet ausgesprochen knapp. Im 1. Quartal 2026 standen gemessen am Bestand lediglich 2.4 % aller Eigentumswohnungen und 1.0 % der Einfamilienhäuser zum Verkauf. Beide Werte zählen zu den niedrigsten im Kanton St.Gallen und liegen klar unter den landesweiten Durchschnittswerten von 3.9 % respektive 2.7 %.

Gleichzeitig geht auch die Neubautätigkeit zurück: Im 1. Quartal 2026 lag die Zahl der bewilligten Eigentumswohnungen rund 25 % unter dem Vorjahreswert, bei den Einfamilienhäusern fiel der Rückgang noch stärker aus.

Preisentwicklung leicht unterschiedlich

Vor allem im Segment des Stockwerkeigentums waren hier in den vergangenen 12 Monaten wieder deutliche Preisanstiege zu beobachten. Trotz des bereits hohen Preisniveaus verteuerten sich mittlere Eigentumswohnungen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 5.1 %. Damit fiel das Wachstum erneut stärker aus als im kantonalen und Schweizer Durchschnitt.

Im Segment der Einfamilienhäuser hat sich die Dynamik hingegen abgeschwächt: Mit einem Jahresanstieg von 2.3 % entwickelten sich die Preise hier deutlich moderater als in den Vorjahren.

Ausblick: Vorzeichen für weiteren Preisanstieg

Das Linthgebiet ist eine äusserst gefragte Wohnregion und etabliert sich zunehmend als Erweiterungsraum des Metropolitanraums Zürich. Dies stützt die Nachfrage nach Wohnraum zusätzlich – insbesondere an gut angebundenen Standorten. Aufgrund der geringen Neubautätigkeit dürfte die Nachfrage das knappe Angebot auch künftig übersteigen. Da auch das Angebot an Mietwohnungen in dieser Region sehr begrenzt ist, fehlen vielen Haushalten attraktive Alternativen zum Erwerb eines Eigenheims. Entsprechend ist bei Wohneigentum weiterhin mit einer Preiszunahme zu rechnen.

Transaktionspreise und Preisentwicklung

Transaktionspreise von Eigentumswohnungen (l.) und Einfamilienhäusern in acht Linthgebiet-Gemeinden (1. Quartal 2026). Bild: Wüest Partner AG / St.Galler Kantonalbank
Transaktionspreisindizes für Eigentumswohnungen (l.) und Einfamilienhäuser im Linthgebiet seit 2016. Bild: Wüest Partner AG / St.Galler Kantonalbank

Zahlenspiegel nach Gemeinde

Tabellarische Zusammenstellung wichtiger Immobilien-Kennzahlen aus sechs Linthgebiet-Gemeinden. Bild: Wüest Partner AG / St.Galler Kantonalbank
St.Galler Kantonalbank AG (SGKB) / Redaktion Linth24
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