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07.05.2026
10.05.2026 18:21 Uhr

HEV Linthgebiet: Eigentum bleibt Brennpunkt

vl. Conny Meier; Herbert Zahner; Marcel Landolt; Marcel Dobler, Jasmin Gähler; Stefan Gresch; René Bühler; Daniel Walser; Roman Kohler; Eligius Jakob.
vl. Conny Meier; Herbert Zahner; Marcel Landolt; Marcel Dobler, Jasmin Gähler; Stefan Gresch; René Bühler; Daniel Walser; Roman Kohler; Eligius Jakob. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Die GV des HEV Linthgebiet zeigt: Trotz Abstimmungserfolg beim Eigenmietwert bleiben Druck und Unsicherheit hoch. Politik, Planung und Kosten sorgen für Diskussionen.

Rund 4’500 Mitglieder zählt der HEV Linthgebiet. Damit bleibt er die grösste Sektion im Kanton St. Gallen. Co-Präsident Marcel Landolt blickte an der Hauptversammlung auf ein bewegtes Jahr zurück. Im Zentrum stand die erfolgreiche Abstimmung zur Abschaffung des Eigenmietwerts. Ein Etappensieg, der gefeiert wurde, aber kein Schlussstrich unter die politischen Debatten.

Politik greift, Eigentümer reagieren

Der Tenor der Versammlung war eindeutig: Hauseigentum gerät zunehmend unter Druck. Regulierungen im Bau- und Mietrecht, strengere Umweltvorgaben und Eingriffe in Grundstücke beschäftigen die Mitglieder. Besonders kritisch beurteilt der Verband staatliche Massnahmen, die Eigentümer finanziell belasten oder Handlungsspielräume einschränken. Auch das Wachstum der öffentlichen Ausgaben wurde thematisiert. Steigende Abgaben träfen jene besonders, die ihnen kaum ausweichen können, namentlich Haus- und Grundeigentümer.

Revisionen mit Folgen

Auf kantonaler und kommunaler Ebene stehen zahlreiche Anpassungen von Baureglementen und Zonenplänen an. Der HEV kündigte an, diese Prozesse genau zu begleiten und wenn nötig,  rechtlich zu bekämpfen. Gleichzeitig bleiben viele Auswirkungen unklar. Gerade in dicht besiedelten Gebieten wächst die Unsicherheit.

  • 19. Ordentliche Hauptversammlung Hauseigentümerverband Linthgebiet. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Marcel Landolt, CO-Präsident. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Walter Locher, Präsident HEV St. Gallen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Eligius Jakob, Niederlassungsleiter HEV Verwaltungs AG, Rapperswil-Jona. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Ueli Dobler, Stadtrat Rapperswil-Jona. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • v.l. Conny Meier, Verbandssekretariat; Marcel Landolt, CO-Präsident; Jasmin Gähler, neue CO-Präsidentin; Walter Locher, Präsident HEV St. Gallen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • v.l. Daniel Hämmerli; Mauro Radzinski; Marcel Landolt; Jasmin Gähler; Rolf Güntensperger. Hämmerli, Radzinski und Gümntensperger treten nach jahrelanger, verdienstvoller Arbeit aus dem Vorstand zurück. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Herbert Zahner, neu im Vorstand; Marcel Landolt und Jasmin Gähler, beide im CO-Präsidium; Stefan Gresch, neu im Vorstand. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Finanzen unter Druck

Die Jahresrechnung 2025 schloss mit einem Minus von rund 6’700 Franken. Gründe waren höhere Kosten bei Veranstaltungen, stagnierende Mitgliederzahlen und steigende Abgaben an Dachverbände. Das Vermögen bleibt zwar solide, doch das Budget 2026 rechnet erneut mit einem Defizit. Eine moderate Beitragserhöhung von  fünf oder zehn Franken ab 2027  –  je nach Grösse der Liegenschaft – ist wurde angenommen. Sie soll die steigenden Kosten abfedern.

Wechsel im Vorstand

Mit Daniel Hämmerli, Rolf Güntensperger und Mauro Radzinski traten drei langjährige Vorstandsmitglieder zurück. Ihre jahrzehntelange Arbeit prägte den Verband. Neu in den Vorstand gewählt wurden Stefan Gresch und Herbert Zahner. Zudem übernimmt Jasmin Gähler das Co-Präsidium an der Seite von Marcel Landolt.

Digitalisierung und Branchenportal

Der Verband setzt verstärkt auf digitale Kommunikation. Newsletter und elektronische Einladungen sollen Prozesse vereinfachen und Kosten senken. Gleichzeitig entsteht ein Branchenportal, das Mitgliedern bei der Suche nach Handwerkern oder Dienstleistungen helfen soll.

Klares Bild

Die Versammlung zeigte ein klares Bild: Der HEV Linthgebiet bleibt politisch wachsam und organisatorisch stabil. Doch die Herausforderungen nehmen zu. Zwischen wachsendem Regulierungsdruck und wirtschaftlichen Realitäten braucht es weiterhin eine starke Interessenvertretung und einen langen Atem.

Markus Arnitz, Linth24
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