Schweizer Nati mit Sieg im Sturm
Die kurioseste Szene spielte sich kurz vor Schluss ab. Wegen eines Unwetters unterbrach der Schiedsrichter die Partie - und alle rechneten damit, dass dies der Schlusspfiff gewesen war. Doch letztlich mussten die Spieler nochmals aufs Terrain.
Starker erster Eindruck
Am Ergebnis und am eher flauen Geschehen änderte sich nichts mehr. Dennoch liefert die Schweizer Nati gegen Jordanien einige Erkenntnisse. Gegen Jordanien, das den kommenden WM-Gruppengegner Katar simulieren soll, kontrolliert die Schweiz das Geschehen früh.
Aussetzer von Xhaka
Nach einer halben Stunde leistet sich Granit Xhaka einen seltenen Fehlpass, doch Yvon Mvogo rettet stark gegen Mousa Tamari. Kurz darauf sorgt Dan Ndoye nach Vorarbeit von Michel Aebischer für das 2:0. Breel Embolo und Xhaka treffen zudem per Penalty – zur Pause steht es 3:0.
Manzambi und Aebischer empfehlen sich
Trainer Murat Yakin setzt auf ein variables 3-4-3. Besonders Johan Manzambi nutzt seine Chance: Der Freiburger sorgt mit seiner Dynamik immer wieder für Unruhe und scheitert einmal am Pfosten. Aebischer überzeugt mit Übersicht und Spielkontrolle.
Auch Ndoye zeigt sich in Nationalmannschaftsform – trotz einer schwierigen Saison auf Klubebene.
Wechsel brechen den Rhythmus
Nach dem Seitenwechsel wird kräftig rotiert: Beide Teams schöpfen ihr Wechselkontingent aus, der Spielfluss leidet. Jordanien kommt zum Ehrentreffer, ehe Christian Fassnacht mit seinem ersten Nati-Tor seit fast fünf Jahren auf 4:1 erhöht.
Am Dienstag in die USA
Nach der Regenunterbrechung bringen die Schweizer den Test souverän zu Ende – bevor am Dienstag die Reise Richtung USA beginnt.
Telegramm
Schweiz – Jordanien 4:1 (3:0)
Kybunpark, St.Gallen
13'380 Zuschauer.
Schiedsrichter: Saggi (NOR).
Tore: 28. Embolo (Penalty) 1:0. 33. Ndoye 2:0. 45. Xhaka (Penalty) 3:0. 52. Fakhoury 3:1. 79. Fassnacht 4:1.
Schweiz: Mvogo (46. Keller); Zakaria (46. Jaquez), Akanji (61. Cömert), Elvedi (46. Rodriguez); Ndoye (46. Widmer), Freuler (46. Jashari), Xhaka (61. Sow), Aebischer (61. Muheim); Manzambi (46. Amdouni), Embolo (72. Itten), Vargas (46. Fassnacht).
Jordanien: Abulaila; Al-Rosan (46. Badawi), Abualnadi (46. Obaid), Alarab (88. Abu Dahab); Haddad (78. Al-Dawoud), Alrawabdeh (78. Qashi), Al-Rashdan (61. Abu Hashish), Abu Taha (78. Taha); Al-Tamari (61. Al-Azaizeh), Olwan (46. Fakhoury), Al-Mardi (46. Sa'deh).