Nachdem bekannt wurde, dass Fischer mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an den Olympischen Spielen 2022 teilgenommen hatte, geriet auch die Kommunikation des Schweizer Eishockey-Verbands (SIHF) rund um die Enthüllung in den Fokus.
«Off the Record»
Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, verteidigt sich nun SIHF-Medienchef Finn Sulzer. Das Gespräch zwischen Fischer und SRF-Mitarbeiter Pascal Schmitz sei klar als «off the record» deklariert worden. Dies sei auch später in einem Mailwechsel so festgehalten worden.
Laut Sulzer habe der Verband versucht, das SRF zu einer späteren Veröffentlichung nach der WM zu bewegen – ohne Erfolg.
Untersuchung in der Kritik
Die Administrativ-Untersuchung des Schweizer Eishockeyverbands sorgt ebenfalls für Diskussionen. Laut Bericht werden SRF-Mitarbeitende nicht befragt. Zudem wird die Untersuchung von der Kanzlei «Niederer Kraft Frey» geführt, die als Hauskanzlei des Eishockey-Verbands gilt.
Kritiker zweifeln deshalb an der Unabhängigkeit des Verfahrens. Da die Ermittler niemanden zu Aussagen oder zur Herausgabe von Unterlagen verpflichten können, bezeichnet die «Luzerner Zeitung» die Untersuchung als «zahnlosen Papier-Tiger».