Il mosaico eröffnete das Konzert in der katholischen Kirche Jona mit dem Concertino lirico von Nikolai Miaskowski. Die Kammerorchester-Formation überzeugte durch warme, sangliche Linien, die Raeber-Köck mit seinem eleganten Dirigat differenziert zu gestalten vermochte.
Solist von seltener Ausdruckskraft
Im Zentrum des Abends stand der englische Komponist Ralph Vaughan Williams. In «The Lark Ascending» für Solo-Violine und Orchester – nun in voller Besetzung – begeisterte der Solist Dimitry Smirnov mit seiner aussergewöhnlichen Ausdruckskraft.
Mit unglaublicher Leichtigkeit, mal im zarten Flageolett, dann wieder mit tiefem, tragendem, sonorem Klang, liess er die Violine gleichsam zur Lerche werden. Das Orchester trug die Solopassagen sensibel, der Streicherklang zeichnete eine weite, pastorale Landschaft, bereichert durch zarte Soli in den Holzbläsern.
Mit Maurice Ravels «Tzigane» entfachte Smirnov ein virtuoses Feuerwerk. Von der frei gestalteten Kadenz bis zu leidenschaftlichen, rhythmisch pointierten Volksliedmelodien zeigte er eine enorme klangliche Bandbreite. Solist und Orchester traten dabei in einen lebendigen musikalischen Dialog.
Das Orchester überzeugte mit Präzision und leuchtenden Farben; die Bläser setzten markante Akzente und beeindruckten mit ihrem warmen, tragfähigen Klang, die Harfenistin mit ihrem anspruchsvollen Solo.
Begeisterter Schlussapplaus
Zum Abschluss erklang die «English Folk Song Suite», in der das Jugendorchester noch einmal seine Vielseitigkeit und Spielfreude unter Beweis stellte.
Der Wunsch aus Raeber-Köcks Begrüssung, das Publikum möge beschwingt nach Hause gehen, erfüllte sich hörbar: Langanhaltender Applaus und Standing Ovations dankten den jungen Musizierenden, dem Geigenvirtuosen und den beiden Dirigenten.