Die Generalversammlung des Gewerbes Rapperswil-Jona hat längst einen eigenen Ruf: Präsident Adrian Haller führt in einem Tempo, das in der Region seinesgleichen sucht. Präzise, fokussiert, ohne Umwege und dennoch ohne Hast oder Oberflächlichkeit. Eine Mischung aus Effizienz und Klarheit, die der GV eine bemerkenswerte Eigenart und dem Verein organisatorische Reife verleiht. Inhaltlich blieb der Rahmen dennoch ernst.
Optimismus und Realität
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll. Haller verzichtete bewusst auf Schwarzmalerei. Er setzte auf einen nüchternen Blick nach vorne mit vorsichtigem Optimismus. 145 Personen nahmen an der GV im Schwanensaal teil. Alle Traktanden wurden ohne Gegenstimmen genehmigt. Haller erinnerte in seinem Rückblick an verschiedene Anlässe des vergangenen Vereinsjahres.
Expo als Schaufenster und Treffpunkt
Fabian Villiger, Präsident des Expo-OKs, zog eine positive Bilanz der Gewerbeausstellung. Mit rund 120 Ausstellen sei die Beteiligung nochmals höher gewesen als 2022. Eine moderne Gewerbemesse müsse mehr sein als eine Ansammlung von Messeständen. Musik, Begegnungen, Gastronomie und neue Formate hätten wesentlich zur Atmosphäre beigetragen.
Mit dem erstmals durchgeführten Startup-Vormittag habe man gezielt auch junge Unternehmen und neue Ideen ins regionale Gewerbe eingebunden. Das eigens geschaffene «Casa del Gusto» als Treffpunkt neben dem Festbetrieb sei sehr gut angekommen. «Man trifft sich einfach an der Expo», meinte Villiger.