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Rapperswil-Jona
07.05.2026
07.05.2026 05:56 Uhr

Gewerbe Rapperswil-Jona setzt auf Expo und Dialog

Gespannte Aufmerksamkeit bei Wasser und Brot. Generalversammlung des Gewerbe Rapperswil-Jona.
Gespannte Aufmerksamkeit bei Wasser und Brot. Generalversammlung des Gewerbe Rapperswil-Jona. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Das Gewerbe Rapperswil-Jona blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. An der GV standen Expo, Wirtschaftslage und die Zusammenarbeit mit der Stadt im Fokus.

Die Generalversammlung des Gewerbes Rapperswil-Jona hat längst einen eigenen Ruf: Präsident Adrian Haller führt in einem Tempo, das in der Region seinesgleichen sucht. Präzise, fokussiert, ohne Umwege und dennoch ohne Hast oder Oberflächlichkeit. Eine Mischung aus Effizienz und Klarheit, die der GV eine bemerkenswerte Eigenart und dem Verein organisatorische Reife verleiht. Inhaltlich blieb der Rahmen dennoch ernst.

Optimismus und Realität

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll. Haller verzichtete bewusst auf Schwarzmalerei. Er setzte auf einen nüchternen Blick nach vorne mit vorsichtigem Optimismus. 145 Personen nahmen an der GV im Schwanensaal teil. Alle Traktanden wurden ohne Gegenstimmen genehmigt. Haller erinnerte in seinem Rückblick an verschiedene Anlässe des vergangenen Vereinsjahres.

Expo als Schaufenster und Treffpunkt

Fabian Villiger, Präsident des Expo-OKs, zog eine positive Bilanz der Gewerbeausstellung. Mit rund 120 Ausstellen sei die Beteiligung nochmals höher gewesen als 2022. Eine moderne Gewerbemesse müsse mehr sein als eine Ansammlung von Messeständen. Musik, Begegnungen, Gastronomie und neue Formate hätten wesentlich zur Atmosphäre beigetragen.

Mit dem erstmals durchgeführten Startup-Vormittag habe man gezielt auch junge Unternehmen und neue Ideen ins regionale Gewerbe eingebunden. Das eigens geschaffene «Casa del Gusto» als Treffpunkt neben dem Festbetrieb sei sehr gut angekommen. «Man trifft sich einfach an der Expo», meinte Villiger.  

  • Adrian Haller erhält den letzten Schliff vor der Eröffnung der GV. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Die Mitglieder trafen sich zuerst beim Apéro. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Soner Avci, Geschäftsführer (CEO) ENTRA Rapperswil, im Gespräch mit Flavia Dieziger, Eventmanagerin Schwanen Rapperswil. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Aurora Hospitality GmbH, welche die Gastronomie im Schwanen betreibt, offerierte den Apéro. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • 145 Personen nahmen an der GV im Schwanensaal teil. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Präsident Adrian Haller. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Fabian Villiger, OK-Präsident der EXPO 2025. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Marc Dufour, Finanzchef Gewerbe Rapperswil-Jona. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Stadtrat Christian Leutenegger. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Alle wollen wieder dabei sein

98 Prozent der Teilnehmenden können sich laut Villiger vorstellen, bei der nächsten Expo erneut mitzumachen. Der Herbst bleibt der bevorzugte Termin für die Ausstellung. Eine deutliche Mehrheit sprach sich für den bisherigen Dreijahresrhythmus aus. Finanziell rechnet das OK mit rund 20'000 Franken Gewinn.

Humor-Panne bei der Rechnung

Für einen kurzen humorvollen Moment sorgte anschliessend Finanzchef Marc Dufour. In der Bilanz war versehentlich ein Verlust statt eines Gewinns ausgewiesen worden. Dufour nahm den Fehler mit Selbstironie: «Ich kann offenbar besser rechnen als schreiben.»

Der Verein schloss das Jahr mit einem Überschuss von rund 6000 Franken ab. Für das kommende Jahr ist allerdings ein bewusstes Minus budgetiert.  Grund dafür ist das geplante Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen. Dafür wurden in den vergangenen Jahren Rückstellungen gebildet.

Stadtrat wirbt um Verständnis

Stadtrat Christian Leutenegger betonte mehrfach die Bedeutung funktionierender Unternehmen für die Entwicklung der Stadt. «Wenn es dem Gewerbe gut geht, geht es auch der Stadt gut». Er zeigte Verständnis für die Ungeduld vieler Unternehmen gegenüber langsamen politischen Prozessen. Bei Vergaben und Bauprojekten sei die Stadt an gesetzliche Vorgaben gebunden. Dennoch versuche man, wo möglich regionale Firmen zu berücksichtigen.

Zum Schluss blieb Leutenegger noch die Dessert-Botschaft des Abends: Kaffee und Kuchen gingen auf Kosten der Stadt. Manche politische Diskussion lässt sich eben mit Süssigkeiten zumindest kurz entschärfen.

Markus Arnitz, Linth24
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