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Rapperswil-Jona
28.04.2026
28.04.2026 23:21 Uhr

Interclubs treffen Spitzensport

Michael Schiendorfer verzichtete auf sein Honorar. Stattdessen nimmt er einen Check für Alena Marx, Weltmeisterin im Kanu Einzelzeitfahren 2025, entgegen.
Michael Schiendorfer verzichtete auf sein Honorar. Stattdessen nimmt er einen Check für Alena Marx, Weltmeisterin im Kanu Einzelzeitfahren 2025, entgegen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Beim Interclubtreffen des Kiwanis Club Benken-Linth an der OST in Rapperswil tauschten sich Gäste aus verschiedenen Serviceclubs aus und erhielten Einblicke in den Spitzensport.

Der Kiwanis Club Benken-Linth brachte in der Aula der OSTVertreterinnen und Vertreter verschiedener Serviceclubs zusammen. Mit dabei waren unter anderem der Civitan Club Zürichsee sowie der Soroptimist Club Rapperswil, in dem ausschliesslich Frauen tätig sind. Schon beim Eintreffen wurde deutlich, dass hier nicht nur Visitenkarten, sondern vor allem Ideen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Die Mischung aus unterschiedlichen Clubs verlieh dem Anlass eine besondere Dynamik. Verschiedene Perspektiven trafen aufeinander, verbunden durch ein gemeinsames Ziel: gesellschaftliches Engagement sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.

Engagement im Zentrum

Kiwanis-Präsident Lars Kaufmann eröffnete den Abend und stellte die Bedeutung solcher Treffen in den Vordergrund. Der Austausch über Clubgrenzen hinweg sei zentral, um voneinander zu lernen und Synergien zu nutzen. In der Region werde bereits viel geleistet, umso wichtiger sei es, diese Kräfte zu bündeln. Darin liege die Stärke der Serviceclubs: im gemeinsamen Handeln und im Willen, Verantwortung zu übernehmen.

Worte aus der Stadt

Stadtpräsidentin Barbara Dillier fand klare Worte zur Bedeutung des freiwilligen Engagements. Eine Region werde nicht allein durch ihre Lage oder Infrastruktur lebenswert, sondern durch die Menschen, die sie gestalten. Es seien jene, die mitdenken, anpacken und Verantwortung übernehmen, die den Unterschied ausmachen. Gerade in der Region sei dieses Miteinander besonders spürbar. Man kenne sich, unterstütze sich und arbeite gemeinsam an Lösungen. Dillier würdigte die Arbeit der Serviceclubs als unverzichtbaren Bestandteil dieses Gefüges. Ihr Engagement wirke weit über einzelne Projekte hinaus, stärke den Zusammenhalt und schaffe Vertrauen.

Dabei hob sie auch hervor, dass Einsatz und Freude kein Widerspruch seien. Im Gegenteil: Wer sich engagiere, solle dies mit Überzeugung und auch mit einer gewissen Leichtigkeit tun. Genau diese Mischung mache den Erfolg solcher Initiativen aus.

  • Barbara Dillier, Stadtpäsidentin Rapperswil-Jona, betonte die Bedeutung des freiwilligen Engagements der Service Clubs in der Region. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Lars Kaufmann, Präsident Kiwanis Club Benken-Linth, begrüsste zahlreiche Gäste in der Aula der OST. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Das Interclubtreffendes Kiwanis Club Benken-Linth stiess auf reges Interesse. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Der Kiwanis Club Benken-Linth organisierte das Interclubtreffen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Zwei der Helme von Skistar Marco Odermatt. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Ein Blick in den Spitzensport

Mit Spannung wurde das Referat von Michael Schiendorfer erwartet. Der Kommunikations- und Sportmanager betreut mit seiner Agentur zahlreiche erfolgreiche Athletinnen und Athleten, darunter Joel Wicki, Marco Odermatt, Noé Ponti, Simon Ehammer, Alena Marx, Chiara Leone, Nadja Kälin und Angelica Moser.

Schiendorfer nahm das Publikum mit hinter die Kulissen des Spitzensports. Dabei zeigte er eindrücklich, dass Erfolg weit mehr ist als Talent. Disziplin, Struktur und ein starkes Team im Hintergrund seien entscheidend. Ebenso wichtig sei die Fähigkeit, Rückschläge zu verarbeiten und konsequent an sich zu arbeiten.

Ein zentraler Punkt seines Referats war die Bedeutung von Werten. Gesundheit, Freude und Einfachheit seien grundlegende Faktoren – nicht nur im Sport, sondern auch im Berufsleben. Wer seine Leidenschaft kenne und verfolge, habe die besten Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg.

Mehr als ein Austausch

Neben den offiziellen Programmpunkten entwickelte sich der Abend vor allem in den Gesprächen weiter. Beim Apéro an den Tischen wurde diskutiert, gelacht und vernetzt. Hier zeigte sich die eigentliche Stärke des Interclubtreffens: im persönlichen Austausch.

Neue Kontakte entstanden, bestehende Beziehungen wurden vertieft. Die Herausforderungen, unabhängig vom Club, sind ähnlich. Doch unterschiedliche Ansätze eröffnen neue Perspektiven.

  • Michael Schiendorfer betreut mit seinem Team der Agentur Abrogans verschiedene Spitzenathletinnen und -athleten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • In seinem Referat erzählte Michael Schiendorfer vom Alltag der Olympioniken, Welt- und Europameister welche er in seiner Agentur betreut. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Interclubtreffen Kiwanis Club Benken-Linth, Referat von Michael Schiendorfer. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Interessante Einblicke, wie Spitzensportler mit Herausforderungen umgehen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Beim Apéro tauschten sich die Mitglieder verschiedener Service Clubs über ihre Erfahrungen und Projekte aus. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Mitglieder des Soroptimist Club Rapperswil: v.l. Silvia Pressner, Sophie Lechner, Muriel Zürcher, Claudia Meister, Ute Konopka, Cornelia Lupianez. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Gemeinsame Wirkung

Das Interclubtreffen machte sichtbar, wie viel Engagement in der Region vorhanden ist. Es zeigte aber auch, dass dieses Engagement am stärksten wirkt, wenn es vernetzt ist. Am Ende blieb der Eindruck eines Anlasses, der nicht nur informiert, sondern inspiriert hat. Ein Abend, der verdeutlichte, dass freiwilliges Engagement kein Randthema ist, sondern ein tragender Pfeiler einer funktionierenden Gesellschaft.

Markus Arnitz, Linth24
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