Wie die «Linth-Zeitung» schreibt, ist Martin Stöckling nach seiner Abwahl als Stadtpräsident von Rapperswil-Jona beruflich neu gestartet. Ende 2024 hatte die Stimmbevölkerung den FDP-Politiker nach acht Jahren im Amt abgewählt und sich für Barbara Dillier entschieden.
Jurist in Zürcher Anwaltskanzlei
Seit Februar arbeitet Stöckling als Jurist in einer Zürcher Anwaltskanzlei. Dort berät er vor allem öffentliche Institutionen – ein Tätigkeitsfeld, das an seine frühere Arbeit anknüpft. Neu ist jedoch die Rolle: Politische Verantwortung und öffentliche Aufmerksamkeit sind weggefallen, was er derzeit als Entlastung empfindet.
Der Übergang verlief nicht ohne Herausforderungen. Nach der anfänglichen Ernüchterung habe sich laut Bericht rasch Erleichterung eingestellt. Eine Auszeit nahm Stöckling nicht, stattdessen nutzte er sein Netzwerk für die berufliche Neuorientierung. In Gesprächen sei die Abwahl zunächst präsent gewesen, habe jedoch mit der Zeit an Bedeutung verloren.
Finanziell musste der 51-Jährige Einbussen hinnehmen, dafür ist sein Alltag heute planbarer. Er kann seine Abende freier gestalten und entscheidet selbst, welche Termine er wahrnimmt.
Politisch bleibt Stöckling als Kantonsrat aktiv, aus der Stadtpolitik hält er sich jedoch bewusst heraus. Sein Fazit: Er habe das Amt geschätzt, vermisse es heute aber nicht mehr.