- Kolumne von Dr. Philipp Gut
Der Fall «Patrick Fischer» ist zu einem Fall «SRF» und zu einem Fall «Schweizer Medien» geworden. Diese verfielen, wie ich in der Weltwoche https://weltwoche.ch/story/fischer-und-sein-henker/ darlegte, in eine kollektive Hysterie. Der Wahnsinn der Corona-Jahre flackert wieder auf.
Der Blick sprach von «48 der verrücktesten Stunden des Schweizer Eishockeys», ohne allerdings zu erwähnen, dass er bei diesen Verrücktheiten selbst wie verrückt mitmachte.
Selbst die vornehme NZZ prügelte auf Impfskeptiker Fischer ein, als stünde sie immer noch in den Schützengräben und als gälte es, die Reihen gegen die imaginierten Volksfeinde zu schliessen, die partout nicht spuren wollen und auf die die Nation «mit dem Finger zeigen» solle, wie der deutsche Spiegel damals denunziatorisch forderte.
Petzer kaltgestellt
Der Redaktor des Schweizer Radios und Fernsehens, der den Fall losgetreten hatte, indem er Fischers Vertrauen hinterging und ihn verpetzte, ist inzwischen kaltgestellt worden. Seinen Nebenjob als Stadionsprecher der Lakers hat er bereits verloren.
Aber nicht wegen seines Verrats, sondern wegen unflätiger Äusserungen und Beleidigungen in den sozialen Medien.
Scharfrichter und Moraltrompeter
Den Scharfrichtern und Moraltrompetern unter den Journalisten, die sich, wie es SRF tut, bei ihrer Hetzjagd auf den Hockey-Helden Fischer scheinheilig auf «journalistische Standards» berufen, ist entgegenzuhalten: Wo waren diese Standards in der Covid-Ära?
Päckchen mit der Staatsmacht
Haben dieselben Medien nicht Panik geschürt, ein Päckchen mit der Staatsmacht geschlossen – beispielhaft zwischen Ringer und der Regierung – und den kritischen Verstand an der Garderobe abgegeben?
Hat sich der Gebührenfunk nicht konsequent geweigert, über die RKI-Protokolle in Deutschland zu berichten, die belegten, wie die Politik die Wissenschaft entgegen deren eigenen Resultaten übersteuerte?
Das war für SRF nicht relevant, aber ein gefälschtes Zertifikätchen eines Sporttrainers ist eine Staatsaffäre. Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode.
Wer ist hier der eigentliche Fälscher?
Weiter wäre zu fragen: Wer ist in dieser Affäre der eigentliche Fälscher – Fischer oder der autoritäre Massnahmenstaat, der Grundrechte verletzte und die Bürger unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in eine Nötigungssituation trieb, in der viele gar nicht anders konnten, als sich eine experimentelle Hochrisiko-Substanz spritzen zu lassen?
Wer es immer noch nicht glaubt, lese die nun endliche offengelegten Impfstoffverträge: Sie belegen schwarz auf weiss, dass die Hersteller jede Garantie für sichere und wirksame Produkte ablehnten und die Haftung einseitig dem Steuerzahler aufbürdeten.
Politik auf falscher Grundlage
Tatsche ist: Die ganze Impf-, Test- und Zertifikatsherrschaft samt Diskriminierung der Ungeimpften beruhte auf der Annahme eines Fremdschutzes durch die Impfung – ein Schutz, der so nie existierte und sich als blosse Schutzbehauptung erwies.
Spätestens beim Zeitpunkt der Beschaffung der Impfstoffe war die Annahme einer lebensbedrohlichen Pandemie für die gesamte Bevölkerung falsch: 95 Prozent der an Covid-19 Verstorbenen waren über 65 oder vorerkrankte Menschen.
Nur dank einer solchen falschen Annahme konnte die völlig unverhältnismässige Massnahmenpolitik durchgepeitscht werden. Der Bundesrat zog es jedoch vor, die Bevölkerung durch Vortäuschen falscher Sicherheit, Wirksamkeit und Notwendigkeit wider besseres Wissen in die Irre zu führen.
Auf Impflüge folgte Zertifikatslüge
Und diese Täuschung dauerte fort. Noch im Oktober 2021 sagte der damalige Bundesrat Alain Berset bei SRF: «Mit dem Zertifikat kann man zeigen, dass man nicht ansteckend ist.» Das Covid-Zertifikat sei «der Weg aus der Krise».
Dabei hatte sein eigenes Bundesamt für Gesundheit schon Monate zuvor eingeräumt, dass Geimpfte das Virus «genauso weitergeben» können wie Ungeimpfte. Das Zertifikat, das Fischer Jahre danach den Kopf kostete, war von A bis Z ein schlechter Witz.
Auf die Impflüge («sicher und wirksam») folgte die Zertifikatslüge.
Aufklärer löschen Licht
All dies ist längst bekannt. Würden die Medien ihren Job machen und die Verhältnisse ins rechte Licht rücken, wäre Fischer noch im Amt.
Aber sie ziehen es vor, in ihrer Realitätsverweigerung zu verharren. Die selbsterklärten Aufklärer löschen das Licht.