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Eishockey
15.04.2026
16.04.2026 01:30 Uhr

Covid-Eklat - Patrick Fischer entlassen

Ist ab sofort nicht mehr Eishockey-Nationaltrainer: Patrick Fischer stolpert über ein gefälschtes Covid-Zertifikat.
Ist ab sofort nicht mehr Eishockey-Nationaltrainer: Patrick Fischer stolpert über ein gefälschtes Covid-Zertifikat. Bild: Archiv
Nach dem Eingeständnis eines gefälschten Covid-Zertifikats zieht der Schweizer Eishockeyverband Konsequenzen: Patrick Fischer muss per sofort gehen. Jan Cadieux übernimmt die Nationalmannschaft.

Der Schweizer Eishockeyverband trennt sich mit sofortiger Wirkung von Nationaltrainer Patrick Fischer. Das teilte Swiss Ice Hockey am Mittwoch mit. Auslöser ist der Eklat um ein gefälschtes Covid-Zertifikat, das Fischer vor den Olympischen Spielen 2022 in Peking verwendet hatte.

Kehrtwende nach Diskussionen

Zunächst hatte der Verband noch an Fischer festhalten wollen. Doch die öffentliche Diskussion über Werte und Glaubwürdigkeit führte nun zur Kehrtwende. «Im Zusammenhang mit dem Eingeständnis von Patrick Fischer, 2022 mit einem gefälschten Covid-Impfzertifikat an die Olympischen Spiele gereist zu sein, zieht Swiss Ice Hockey Konsequenzen», heisst es in der Mitteilung. Der 50-Jährige wird per sofort freigestellt.

Cadieux übernimmt sofort

Die Nationalmannschaft wird beim anstehenden Heim-Turnier in Zürich und Fribourg vom bisherigen Assistenten Jan Cadieux betreut. Der frühere Genève-Servette-Trainer war bereits als designierter Chefcoach vorgesehen und übernimmt nun früher als geplant.

«Vertrauen und Integrität zentral»

Verbandspräsident Urs Kessler begründet den Entscheid mit der anhaltenden Vertrauensdebatte. «Der Fall ist rechtlich abgeschlossen, hat aber eine öffentliche Werte- und Vertrauensdiskussion ausgelöst, die der Verband sehr ernst nimmt», erklärt Kessler. Vertrauen und Integrität seien zentrale Pfeiler des Sports. Rückblickend sei die erste Einschätzung, wonach die Angelegenheit erledigt sei, «zu kurz gegriffen» gewesen.

Werte und Respekt

In der Mitteilung betont der Verband zudem, dass es um Werte und Respekt gehe, die 2022 nicht gelebt worden seien. Der sportliche Weg - mit der Heim-WM in vier Wochen - geht nun mit Cadieux weiter – unter neuen Vorzeichen und mit dem Anspruch, das Vertrauen rund um die Nationalmannschaft wieder zu stärken.

Thomas Renggli
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