Die Rapperswil-Jona Lakers müssen vor dem sechsten Viertelfinalspiel einen Dämpfer hinnehmen: Topscorer Tyler Moy fehlt verletzt – und das macht sich bemerkbar. Fribourg-Gottéron übernimmt von Beginn weg das Spieldiktat, setzt die Lakers mit aggressivem Forechecking unter Druck und steht defensiv äusserst kompakt.
Fribourg eiskalt, Lakers zaghaft
Trotz zweier früher Powerplays finden die Gastgeber keinen Rhythmus. Fribourg zeigt sich effizienter: Ein Distanzschuss von Kapla wird unglücklich von Hofer zum 1:0 abgelenkt. Kurz vor der Pause doppeln die Gäste nach – Borgström veredelt einen weiten Traumpass von Bertschy zum 2:0. Die Lakers wirken zu zaghaft, starten aber mit 38 Sekunden Überzahl ins zweite Drittel.
Rapperswiler Steigerung
Im zweiten Abschnitt ändert sich das Geschehen markant. Die Lakers nehmen das Herz in die Hände und schnüren Gottéron regelrecht ein. Die Schussstatistik in diesen 20 Minuten (15:2) spricht Bände. Doch die fehlende Effizienz steht dem Heimteam im Weg. Zwar verkürzt Zangger (28.) in Unterzahl auf 1:2, danach besitzen die Lakers Chancen praktisch im Minutentakt. Doch in der 39. Minute müssen sie mitansehen, wie ihnen der ganze Ertrag ihres Aufwands entrissen wird.
De la Rose trifft mitten ins Rappi-Herz
De la Rose übernimmt die Scheibe im eigenen Drittel, läuft übers ganze Spielfeld, zieht in die Mitte und bezwingt Nyffeler am nahen Pfosten unter die Latte: 3:1. Ein Treffer völlig entgegen dem Spielverlauf – und einer, der die Rapperswiler wie ein Stich ins Herz trifft.
Schwaches Rappi-Powerplay
Damit sind die Verhältnisse wieder klar – und Gottéron findet zur Stabilität des Startdrittels zurück. Dies ändert sich auch nicht, als die Lakers (nach zwei üblen Crosschecks von Gottéron-Haudegen Nemeth) rund fünf Minuten in Überzahl spielen können, zwei sogar mit Fünf-gegen-drei-Feldspielern. Das Team von Trainer Roger Rönnberg bringt den Vorsprung über die Distanz. Die Lakers müssen sich vorwerfen, eine grosse Chance verspielt zu haben.
Nun Spiel 7
Nun entscheidet Spiel 7 am Mittwoch in Fribourg. Die psychologischen Vorteile scheinen nun bei Gottéron zu liegen. Doch das dachte man schon am vergangenen Samstag. Und für Rappi spricht die Unvorhersehbarkeit dieser Serie: Immer wenn man eine Mannschaft im Vorteil sah, kam es anders. Ganz anders.