Freie Landschaft St.Gallen: Erleichterung und Forderung
Freude herrscht! Die Axpo hat das Windparkprojekt Flumserberg wegen «zu wenig Wind» abgebrochen. Eine allgemeine Erleichterung ist zu spüren, die beliebte Tourismus- und Skiregion Flumserberg kann aufatmen. Die Bedrohung der einzigartigen alpinen Hochgebirgslandschaft und der Tourismuswirtschaft durch die geplanten 6 Riesenturbinen ist vom Tisch.
Mehr Widerstand aus Bevölkerung
Der Widerstand in der Bevölkerung gegen den Windpark hatte in der letzten Zeit stark zugenommen. Am 10. Januar noch hielt die Axpo eine Informationsveranstaltung ab, auf der es nur kritische Fragen und Stellungnahmen aus dem Publikum gab. Leserbriefe gegen den geplanten Windpark in den Medien nahmen zu. Im benachbarten St. Margrethenberg fachte eine Petition gegen den Windpark Grot-Maton eine öffentliche Debatte mit weitreichenden Folgen an.
Mit der jetzigen Entscheidung hat sich die Axpo eine mögliche Ablehnung durch die Alpkorporation Mols erspart. Von den weiteren Landeigentümern hatte zuvor die Ortsgemeinde Flums-Dorf dem Windpark zugestimmt, Oberterzen jedoch Nein gesagt, wodurch sich die Windparkfläche bereits verkleinert hatte.
«Erbärmlich» tiefe Windgeschwindigkeit
Bemerkenswert ist die von der Axpo angegebene gemessene Windgeschwindigkeit von nur 3.5 m/s, das ist erbärmlich wenig. In der St.Galler Richtplanung weht der Wind viel stärker: dort hat das «Eignungsgebiet» Flumserberg auf 150 m über Grund durchschnittlich 5.5 m/s mittlere Windgeschwindigkeit. Auch im nicht weit entfernten St. Margrethenberg mussten die Betreiber des Windparkprojektes Grot-Maton nach den Windmessungen ihre Prognosen drastisch reduzieren: von ursprünglich bis zu 12'500 Haushalte reicht der Windstrom jetzt nur mehr für 5'000 Haushalte. Die Messergebnisse werden bis heute unter Verschluss gehalten – droht dem Projekt dort ein ähnliches Schicksal?
Die «IG Sardona Gegenwind» und Freie Landschaft St.Gallen engagieren sich schon lange gegen den Windpark Flumserberg und haben Anfang 2025 eine realistische Visualisierung des Windparks vorgestellt, siehe hier. Dazu wurden in einem Faktenblatt auch die negativen Auswirkungen auf den Tourismus aufgezeigt.
Projekt-Abbruch überfällig – auch im St. Margarethenberg
Der Abbruch dieses landschafts- und naturzerstörenden Projektes war überfällig. Unsere schönen Berglandschaften dürfen nicht für die Nutzung der Windenergie geopfert werden, sondern müssen für die Zukunft erhalten bleiben.
Das gilt auch für den geplanten Windpark Grot-Maton im idyllischen St. Margrethenberg. Wir fordern, auch dieses Projekt sofort abzubrechen!
Freie Landschaft St.Gallen