Trotz Regen versammelten sich Unterstützerinnen und Unterstützer des Vereins Linth Gegenwind vor dem Rathaus in Glarus. Sie übergaben Landratspräsident Emil Küng eine Petition mit der Forderung: keine Windräder rund um Bilten. Unterzeichnet wurde sie von über 4200 Personen aus den Kantonen Glarus, St. Gallen und Schwyz. Allein aus Bilten stammen 936 Unterschriften – mehr als ein Drittel der Bevölkerung.
Kritik an Richtplanänderung
Vereinspräsident Daniel Lienhard kritisiert die vom Regierungsrat vorgenommenen Anpassungen des kantonalen Richtplans. Dieser weist erneut drei potenzielle Windkraftgebiete aus, obwohl der Landrat 2019 entsprechende Pläne für Bilten gestrichen hatte. Lienhard spricht von einem «Kippen des damaligen Entscheids» und bezweifelt, dass der Bund eine erneute Festlegung zwingend verlange.
Sorge um Landschaft und Lebensqualität
Der Verein lehnt Windräder in Siedlungsnähe ab. Genannt werden Lärm, Schattenwurf, Blinklichter sowie Auswirkungen auf Natur, Naherholung und Immobilienpreise. Zudem befürchtet Linth Gegenwind eine «Einkesselung» Biltens durch mögliche Windparks auf Glarner und St. Galler Gebiet.
Keine kurzfristige Entscheidung
Der Landratspräsident kündigte an, die Petition den Fraktionen zur Kenntnis zu bringen. Aktuell stehen im Landrat jedoch keine Geschäfte zur Windkraft in der Linthebene an.