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09.02.2026
10.02.2026 17:59 Uhr

4246 Unterschriften gegen Windräder

Kommen die Windräder, ist in der Linthebene nichts mehr wie es war.
Kommen die Windräder, ist in der Linthebene nichts mehr wie es war. Bild: zVg
Im Linthgebiet fordert die Opposition gegen Windräder per Petition einen Stopp des kantonalen Richtplans in Glarus. Am Mittwoch sollen vor dem Rathaus Glarus die Unterschriften überreicht werden.

Der Widerstand gegen geplante Windräder in der Linthebene ist deutlich grösser als bisher bekannt. 4246 Personen haben eine Petition unterzeichnet, mit der der Glarner Landrat aufgefordert wird, den kantonalen Richtplan zurückzuweisen. Die Unterschriften werden am Mittwoch, 11. Februar, um 9.30 Uhr vor dem Rathaus Glarus offiziell übergeben.

«Wer plant, will bauen»

Konkret richtet sich die Petition gegen Pläne, die in der Linthebene den Bau von bis zu 28 Windrädern ermöglichen würden. Für die Initianten ist klar: Auch Windräder im Vororientierungsstatus sind kein unverbindlicher Gedankengang, sondern eine Vorstufe zur Realisierung. «Wer Richtpläne festschreibt, will bauen», lautet der Tenor des Widerstands.

Stark verankert – gut organisiert

Auffällig ist die breite regionale Abstützung. Allein 419 Unterschriften stammen aus der Gemeinde Schänis. Getragen wird der Protest von lokalen Initiativen wie dem Verein Schänner Landschaftsschutz unter dem Präsidium von Hans Oberholzer, die seit Jahren gegen eine Industrialisierung der Landschaft kämpfen. Die Übergabe der Petition wird von einer sichtbaren Aktion mit Bannern und Plakaten begleitet.

Klare Botschaft an den Landrat

Mit der offiziellen Einreichung verlangen die Petitionäre, dass ihr Anliegen im Glarner Landrat eingehend diskutiert wird, bevor der Richtplan verabschiedet wird. Sie warnen davor, dass erste Windparks – etwa in Bilten – weiteren Projekten Tür und Tor öffnen könnten.

Schutz als Lebens- und Erholungsraum

Im Kern gehe es um den Schutz der Linthebene als Lebens- und Erholungsraum – und um die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Thomas Renggli
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