Keine Werbung für künstliches Fleisch an Schulen
Die Volksschule hat einen klaren Auftrag: Sie soll Wissen vermitteln und junge Menschen zu eigenständigem Denken befähigen. Politische Beeinflussung hat im Schulzimmer keinen Platz. Gerade bei kontroversen Themen wie Klima, Ernährung oder Landwirtschaft müssen unterschiedliche Sichtweisen aufgezeigt werden.
Besonders stossend ist, dass Schülerinnen und Schülern empfohlen wurde, künstliches Fleisch zu konsumieren. Gleichzeitig wurde eine Broschüre mit Werbung für die Firma Planted verteilt. Planted, eine Firma aus Kemptthal, die künstliches Fleisch herstellt. Werbung für kommerzielle Produkte gehört nicht in den Unterricht. Die Schule ist kein Werbekanal für Unternehmen.
Der Steuerzahler zahlt über 3000 Franken
Die Kosten für diesen Workshop belaufen sich auf über 3000 Franken. Finanziert vom Steuerzahler. Auch die Steuerzahler der Gemeinde Nesslau und Wildhaus-Alt St.Johann haben einen Anspruch auf sinnvolle und ideologiefreie Verwendung ihrer Steuergelder.
Ebenso inakzeptabel ist die pauschale Darstellung der Landwirtschaft als Klimasünder. Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren tagtäglich hochwertige Lebensmittel, pflegen unsere Kulturlandschaft und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Versorgungssicherheit unseres Landes. Wer den Schülerinnen und Schülern ein einseitig negatives Bild der Landwirtschaft vermittelt, wird den Tatsachen nicht gerecht.
Eltern müssen vertrauen können
Die SVP-Kantonsräte wollen von der Regierung wissen, nach welchen Kriterien externe Referenten an Volksschulen zugelassen werden, ob deren Inhalte vorgängig überprüft werden und wie die politische Neutralität sichergestellt wird. Zudem sind Fragen zur Verteilung von Werbematerialien zu klären und ob sich die Regierung in- und ausserkantonal dafür einsetzt, dass neutraler Unterricht gewährleistet wird.
Für die SVP-Politiker ist klar: Eltern müssen darauf vertrauen können, dass ihre Kinder an den Volksschulen sachlich, ausgewogen und frei von ideologischer Beeinflussung unterrichtet werden. Die Schule darf kein Experimentierfeld für Aktivisten und politischer Kampagnen sein.
Werbung für künstliches Fleisch an Schulen- was soll das??
Am 21. Mai 2026 hat in Nesslau der Umweltaktivist Louis Palmer die Schule besucht und Oberstufenschülerinnen und -schüler über Umwelt und Klimaschutz unterrichtet. Der Referent ist in unserem Kanton, aber auch in der ganzen Schweiz unterwegs und besucht zahlreiche Schulen. Der Workshop wurde vor rund 200 Jugendlichen gehalten und kostete den Steuerzahler über 3000 Franken. Verschiedene Eltern haben sich über das Referat des Aktivisten beschwert und bekundeten eine starke Beeinflussung auf ihre Kinder. Es sei unter anderem sehr einseitig gegen den Fleischkonsum und die heimische Landwirtschaft referiert worden. Unsere Kühe, die seit Jahrhunderten bestes Grünfutter in hochwertige Lebensmittel verwandeln, seien verantwortlich für den Klimawandel und schädlich für die Umwelt.
Die Landwirtschaft leistet täglich Großartiges für die Allgemeinheit. Produktion von Lebensmitteln, höchster Qualität, betreibt Landschaftspflege und ist der Motor für den Tourismus. Unterricht an Schulen soll neutral und sachlich geführt werden. Es wurde den Schülern empfohlen, künstliches Fleisch zu essen und eine Broschüre wurde abgegeben, mit Werbung für “Planted Foods AG", ein Unternehmen aus Kemptthal, das künstliches Fleisch herstellt.
Die Volksschule hat den Auftrag, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln sowie die Fähigkeit zur Meinungsbildung zu fördern. Gerade bei gesellschaftlich und politisch kontrovers diskutierten Themen ist eine ausgewogene und sachliche Darstellung verschiedener Perspektiven von zentraler Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Regierung um die Beantwortung folgender Fragen:
- Nach welchen Kriterien werden externe Referentinnen und Referenten für Veranstaltungen an Volksschulen ausgewählt oder zugelassen?
- Ist der Regierung bekannt, in welchem Umfang Louis Palmer oder vergleichbare Klima- und Umweltaktivisten an Schulen des Kantons St.Gallen Referate halten?
- Werden die Inhalte solcher Workshops vor deren Durchführung durch die Schulen oder die zuständigen Bildungsbehörden geprüft?
- Wie wird sichergestellt, dass die Referenten neutral und ausgeglichen referieren?
- Teilt die Regierung die Meinung, dass Broschüren eines Unternehmen mit Werbung( für künstliches Fleisch) an Schüler abzugeben nicht toleriert werden kann? Falls ja, was unternimmt die Regierung dagegen?
- Wird sich die Regierung in anderen Kantonen ebenfalls dafür einsetzen das Werbung für künstliches Fleisch nicht gemacht werden darf? Wenn ja, wie?
- Was unternimmt die Regierung um die Transparenz, Ausgewogenheit und Neutralität bei externen Unterrichtsangeboten zu stärken?