36 Grad und ganz viel Herz
«36 Grad – und es wird noch heisser.» Der Hit der deutschen Band 2raumwohnung hätte den Tag kaum besser beschreiben können. Statt Schnee und Skis warteten glühende Fairways und schweisstreibende Temperaturen.
Maria Walliser ganz entspannt
Mit dabei waren zahlreiche Schweizer Ski-Legenden – auch wenn Bernhard Russi nach einer Operation passen musste und erst für den gesellschaftlichen Teil anreiste. Maria Walliser führte als Flight-Captain eine Vierergruppe mit Charme und sportlicher Kompetenz über den Platz. Dass nicht jeder Schlag gelingt, nahm sie gelassen: «Ich habe einen super Flight. Drei Männer, die wirklich solid spielen – da kann man sich auch einmal etwas zurücklehnen.»
Konzentration und Power
Auch Franz Heinzer verriet, was Skifahren und Golf verbindet: «Konzentration – aber das nützt beim Golfen manchmal auch nichts.» Paul Accola ergänzte schmunzelnd: «Power bringt sicher etwas – und Geduld.»
Präsidentin Oertli
Organisiert wurde das Turnier von der Stiftung «Goldene Tage». Stiftungsratspräsidentin Brigitte Oertli erklärte den Zweck: «Wir unterstützen Sportler aus olympischen Disziplinen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.» Viele hätten jahrelang alles in ihre Karriere investiert, müssten nach Verletzungen aber den Weg zurück ins Berufsleben finden. Genau dort setze die Stiftung an.
Bernhard Russi, Oertlis Vorgänger als Präsident, ergänzt: «Wir alle wissen, wie es jenen geht, die erfolgreich sind. Von den anderen hört man meistens nichts mehr». Deshalb sei er froh, dass sich die Stiftung in alle Richtungen geöffnet habe.
So zählte am Ende nicht das Scoreboard. Wie in den vergangenen Jahren kam beim Charity-Turnier ein stattlicher Erlös für den guten Zweck zusammen - diesmal exakt 55'000 Franken; ein schöner Beweis dafür, dass Sport weit über den Wettkampf hinaus verbindet und sich eine Runde Golf auch bei Glutofentemperaturen lohnt.