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Uznach
29.06.2026
29.06.2026 06:12 Uhr

«Im Zentrum muss der Schutz der Betroffenen stehen»

Hätte die Verantwortung an der Schule Uznach übernehmen sollen, stolperte aber über seine Vorgeschichte: Patrick Burger aus Ziegelbrücke.
Hätte die Verantwortung an der Schule Uznach übernehmen sollen, stolperte aber über seine Vorgeschichte: Patrick Burger aus Ziegelbrücke. Bild: zVg
Die «Linth-Zeitung» schreibt über die Vorwürfe rund um den Ex-Schulleiter in Glarus Nord und dessen geplante Anstellung an der Schule Uznach. Gleichstellungsexperte Aner Voloder ordnet ein.

Wie Aner Voloder gegenüber der «Linth-Zeitung» sagt, beginnt sexuelle Belästigung dort, wo sich betroffene Personen durch Verhalten sexuell oder sexistisch verletzt fühlen. Kommentare zur Kleidung, unangemessene Nachrichten oder körperliche Annäherungen hätten im Arbeitsumfeld keinen Platz – besonders nicht von Vorgesetzten.

Führungskräfte mit besonderer Verantwortung

Führungskräfte tragen laut Voloder eine besondere Verantwortung: Sie müssten verhindern, dass Machtmissbrauch entsteht. Gerade im Bildungsbereich sei das Thema relevant, da dort hierarchische Abhängigkeiten eine Rolle spielten.

Arbeitgeber mit Fürsorgepflicht

Wie er gegenüber der «Linth-Zeitung» erklärt, müsse ein neuer Arbeitgeber Hinweise auf Vorwürfe sorgfältig prüfen und das Gespräch suchen. Sanktionen für frühere Ereignisse seien jedoch nicht seine Aufgabe. Entscheidend sei, dass Prävention, klare Regeln und Beschwerdewege vorhanden seien.

Zur Frage, ob die Gemeinde Glarus Nord Betroffene oder Beschuldigten geschützt habe, sagt Voloder: Ohne vollständige Kenntnis des Dossiers sei das nicht abschliessend beurteilbar. Klar sei aber: Arbeitgeber hätten eine Fürsorgepflicht und der Schutz der Betroffenen müsse im Mittelpunkt stehen.

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