Grosse Mehrheit gegen Entfernung der Kruzifixe
Die Umfrage von Linth24 zur Entfernung der Kreuze ist auf grosses Interesse gestossen. Es nahmen 818 Personen an der Befragung teil.
Sind Sie dafür, dass die Kruzifixe in der Oberstufenschule Gommiswald entfernt werden?
Ja, ich bin dafür wegen religiöser Neutralität.
Ja, ich bin aus anderen Gründen dafür.
Nein, die Kreuze sollen dort bleiben, da da sie ein Symbol der christlich-abendländischen Tradition sind.
Nein, die Kreuze sollen aus anderen Gründen dort bleiben.
Eindeutiges Resultat
Das Resultat fällt deutlich aus: Die grosse Mehrheit, nämlich 550 Personen, respektive 67 Prozent der Teilnehmenden sind der Meinung, dass die Kreuze in den Schulzimmern bleiben sollten. Dies, weil sie ein Symbol der christlich-abendländischen Tradition seien. Weitere 11 Prozent sprachen sich aus anderen Gründen für das Verbleiben der Kreuze aus.
78 % wollen Kreuze belassen
Damit sind insgesamt 642 der 818 Teilnehmenden – beziehungsweise 78 Prozent – der Ansicht, dass die Kreuze weiterhin in den Schulzimmern hängen sollten.
Lediglich 21 Prozent begrüssen die Entfernung. 18 Prozent begründeten ihre Haltung mit der religiösen Neutralität der Schule, 3 Prozent sprachen sich aus anderen Gründen für die Entfernung aus.
Klares Meinungsbild
Die Umfrage zeigt ein klares Meinungsbild. Während sich die Schulleitung bei ihrem Entscheid auf die konfessionelle Neutralität der Volksschule sowie auf die bestehende Rechtslage beruft, sehen viele Leserinnen und Leser im Kreuz offenbar weit mehr als ein religiöses Symbol. Für sie steht es auch für kulturelle Identität und Tradition.
Zusammenfassend wünschten sich fast vier von fünf Personen, dass die Kreuze verbleiben. Was macht nun Gommiswald? Linth24 fragte nach.
Was macht die Rektorin?
Rektorin Irene Egli schreibt dazu: Die rechtlichen Vorgaben seien klar und liessen keinen Spielraum offen. Als öffentliche Volksschule habe sich Gommiswald an das geltende Recht zu halten. Der Kantonsrat habe sich an seiner letzten Session nochmals deutlich für die konfessionellen Neutralität in den Schulzimmern ausgesprochen.
Rektorin Egli schrieb aber auch, dass mit der Entfernung der Kreuze keine Kosten entstünden. Sie würden «im Rahmen der Grundreinigung in den Sommerferien vom Hauswartsteam entfernt».
Den einen, die für das Beibehalten der Kreuze votierten, mag das vielleicht ein kleiner Trost sein.