Millionenbetrug über Instagram
Die heute 42-Jährige lernte 2025 über Instagram einen Mann kennen, der sich als «Bradan Lohmann» ausgab. Nach einem Treffen in Hamburg entwickelte sich eine Beziehung.
Um finanzielle Hilfe gebeten
Kurz darauf bat der Mann die Frau um finanzielle Hilfe: Sie solle Zahlungen für ihn entgegennehmen, in Kryptowährungen umwandeln und an seine Wallet weiterleiten.
Die Frau eröffnete dafür ein Krypto-Wallet und stellte dem angeblichen Partner ihre Bankverbindungen zur Verfügung.
Über 400'000 Franken transferiert
Zwischen September 2025 und März 2026 gingen auf mehrere Konten der Beschuldigten Überweisungen von ihr völlig unbekannten Personen ein. Insgesamt flossen mehr als 408'000 Franken auf ihre Konten. Das Geld wurde jeweils in Kryptowährungen umgewandelt und an Wallets des angeblichen Partners weitergeleitet. Insgesamt transferierte die Frau laut Strafbefehl über 420'000 Franken.
Ein Teil der Gelder stammte nachweislich von Betrugsopfern. Diese waren zuvor durch sogenannte Liebes- und Vorschussbetrüger über soziale Netzwerke getäuscht worden.
Verurteilung wegen Geldwäscherei
Die Staatsanwaltschaft kam zum Schluss, dass die Frau zumindest hätte erkennen müssen, dass mit den Geldflüssen etwas nicht stimmen konnte. Durch die Weiterleitung der Gelder habe sie deren Herkunft verschleiert und die Einziehung erschwert.
Sie wurde wegen mehrfacher Geldwäscherei zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 70 Franken sowie zu einer Busse von 2520 Franken verurteilt. Hinzu kommen Verfahrenskosten von insgesamt 1175 Franken.