Es war ein tragisches Ereignis am 26. September 2024 anlässlich der Rad-WM in Zürich. Nachdem die Rapperswil-Jonerin Sandra Stöckli zwei Tage zuvor im Zeitfahren den hervorragenden 5. Platz belegt hatte, erlitt sie im Strassenrennen einen Zusammenbruch und verlor das Bewusstsein. Sie wurde umgehend ärztlich betreut und ins Spital gebracht.
Endokrinologische Ursache
«Mein Körper hat die Notbremse gezogen», sagte die damals 39-Jährige, nachdem sie die Intensivstation wieder hatte verlassen können. Es folgten Wochen und Monate zwischen Hoffen und Bangen, Rückschlägen, Verzweiflung und der Freude an kleinsten Fortschritten. «Ich habe jeweils einen Schritt vorwärts und dann wieder zwei rückwärts gemacht», erzählt die Profiathletin.
Selbst der Alltag habe sich als grosse Herausforderung erwiesen. «Ich konnte mich teilweise kaum vom Schlafzimmer in die Küche bewegen.» Kleine Ausfahrten mit dem Handbike waren nur in sehr guten Phasen möglich. «Es war eine sehr harte Zeit, Sport und Bewegung sind mein Leben.»
Ursache für den Zusammenbruch und die lange Regenerationsphase war eine schwerwiegende endokrinologische Erkrankung. «Meine Ärzte hatten mir prognostiziert, dass mein Körper ein Jahr zur Erholung brauche.» Das wollte sie nicht wahrhaben. «Nun habe ich Gewissheit.»