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25.03.2026
25.03.2026 17:39 Uhr

Zweite Regierungsabsage für GZO

Der Regierungsrat wiederholt bereits Bekanntes: Die Finanzierung eines Spitals ist Sache der Betreiber selbst. Die Versorgung der Zürcher Oberländer Bevölkerung sei sichergestellt. (Archivbild)
Der Regierungsrat wiederholt bereits Bekanntes: Die Finanzierung eines Spitals ist Sache der Betreiber selbst. Die Versorgung der Zürcher Oberländer Bevölkerung sei sichergestellt. (Archivbild) Bild: GZO
Zürichs Regierungsrat weist auch das zweite Gesuch der GZO AG Spital Wetzikon für eine 50-Millionen-Franken-Garantie ab. Die Finanzierung sei Betreibersache, die Versorgung sicher.

Am 2. Februar 2026 haben elf der zwölf Aktionärsgemeinden der GZO AG Spital Wetzikon beim Regierungsrat ein Gesuch um Gewährung einer grundpfandgesicherten Garantie über 50 Mio. Franken eingereicht (wir berichteten). Dies für den Fall, dass die Nachlassstundung erfolgreich beendet werden kann.

Zweite Anfrage innerhalb von zwei Jahren

Bereits im Februar 2024 hatte das Spital den Regierungsrat um finanzielle Unterstützung in der Höhe von 180 Mio. Franken angefragt.

Der Regierungsrat weist auch das neue Gesuch ab. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Gewährung einer Garantie zugunsten der GZO AG bzw. des Spitals Wetzikon für die erleichterte Aufnahme von Fremdkapital zur Fertigstellung des Spitalneubaus seien nicht erfüllt, schreibt der Regierungsrat in seiner Mitteilung.

Der Regierungsrat hat bereits im März 2024 festgehalten, dass das Spital Wetzikon nicht als «unverzichtbar» im Sinne des Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes einzustufen sei und eine allfällige Einstellung des Betriebs keinen Versorgungsnotstand im Kanton Zürich erwarten lasse.

Zudem würden Betrieb, Finanzierung sowie die Erfüllung der dem Listenspital zugeteilten Leistungsaufträge – auch in wirtschaftlicher Hinsicht – in der Verantwortung der GZO AG und der Aktionärsgemeinden liegen, wiederholt der Regierungsrat erneut.

Versorgung gewährleistet

Der Regierungsrat habe Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung um die Gesundheitsversorgung in der Region, die sich aus der ungewissen Zukunft des Spitals Wetzikon ergeben würden. «Sollte die Sanierung durch die GZO-Verantwortlichen scheitern und eine Betriebseinstellung unausweichlich werden, wird die Gesundheitsdirektion die Spitalversorgung auch für die Bevölkerung des Zürcher Oberlands sicherstellen», schreibt der Regierungsrat weiter. Das Amt für Gesundheit (AFG) stehe diesbezüglich mit den umliegenden Zürcher Listenspitälern, der Ärztegesellschaft des Zürcher Oberlands sowie der regional verantwortlichen Rettungsdienstorganisation Regio144 im Austausch.

GZO: «Sanierung läuft nach Plan»

Man bedauere diesen Entscheid, teilt das GZO mit. Die Fertigstellung des sich im Rohbau befindlichen Neubaus sei sowohl aus medizinischer Versorgungssicht wie auch betriebswirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.

Beim Nein des Regierungsrats handle es sich um einen «Grundsatzentscheid mit Signalwirkung für die zukünftige Finanzierung der Gesundheitsinfrastruktur im Kanton Zürich», schreibt die Spitalleitung in ihrer Mitteilung weiter.

Zahlreiche Spitäler würden über Infrastrukturen aus den 1970er-Jahren verfügen, die in den kommenden Jahren erneuert werden müssten. Damit stelle sich die Frage, wie viel Gesundheitsversorgung sich finanzschwächere Gemeinden noch werden leisten können. «Dass die Aktionärsgemeinden und wir diesen Weg geprüft haben, war gegenüber unseren Patientinnen und Patienten, unseren Mitarbeitenden, der Bevölkerung im Zürcher Oberland und insbesondere den Gläubigern schlicht geboten. Im Sinne unserer Sorgfaltspflicht sind wir verpflichtet, alle Möglichkeiten abzuklären», sagt Verwaltungsratspräsident Andreas Mika.

Die Fortführung des Spitalbetriebs sei durch den Entscheid der Regierung nicht gefährdet. Die Sanierung verlaufe nach Plan.

Am 23. März haben die Aktionärsgemeinden die Kapitalerhöhung von bis zu 50 Millionen Franken beschlossen. Mit Einladung zur für Mitte Mai geplanten Gläubigerversammlung werden die Gläubiger über das Angebot der GZO AG informiert. Oberstes Ziel bleibe die langfristige Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im Zürcher Oberland.

Zürioberland24/bt / Redaktion Linth24
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