Pino Gaudio, schreibt:
«Mit wachsendem Befremden habe ich die Artikel zu Jörg Lutz gelesen. Es ist erschreckend, wie Millionenbeträge verschwinden, unzählige Betreibungen laufen und Firmen nach Firmen scheitern – und das alles unter den Augen der Justiz.
Ein Schlag ins Gesicht
Wie kann es sein, dass ein solches Geflecht aus Firmen, Stiftungen und Forderungen immer noch jahrelang bestehen bleibt, ohne dass der Rechtsstaat konsequent eingreift? Die ständigen Nachlassstundungen, obwohl sogar der Sachwalter davor warnt, sind ein Schlag ins Gesicht der Geschädigten.
Kritiker verfolgen
Statt die Interessen der Opfer zu schützen, wird anscheinend nun Energie darauf verwendet, Kritiker strafrechtlich zu verfolgen. Und immer wieder ist von Geld die Rede, das ‹in Aussicht› steht oder ‹später bewertet› werden soll, während echte Gläubiger auf ihren Verlusten sitzen bleiben.
So entsteht kein Vertrauen in die Justiz – im Gegenteil: Es wirkt, als hätte der Staat eine erschreckende Nachsicht gegenüber gut vernetzten Akteuren, während die einfachen Menschen jahrelang auf Gerechtigkeit warten. Das darf nicht sein! Rechtsgleichheit muss gelebt werden und darf keine leere Phrase bleiben. Wir als Gesellschaft müssen das einfordern!»