Rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gewerbetreibende aus dem Uzner Städtli haben ihre Unterschriften für ein verkehrsberuhigtes, sicheres und lebenswerteres Quartier eingereicht. Die Unterschriften wurden am Montag der Gemeindekanzlei übergeben.
Quartierstrassen sollen wieder Lebensraum werden
Die Unterzeichnenden fordern den Gemeinderat auf, an der Obergasse sowie am oberen und unteren Stadtgraben konkrete verkehrsberuhigende Massnahmen umzusetzen. Mit der Ablehnung der regionalen Verbindungsstrasse A15-Gaster wird sich die Verkehrssituation in absehbarer Zeit nicht verbessern. Bei Stau im Zentrum werden die Quartierstrassen als Ausweichroute missbraucht, auch wenn teilweise bereits ein Fahrverbot besteht. Diese Gassen sind in erster Linie Wohn- und Aufenthaltsräume und nicht für ständigen Ausweichverkehr ausgelegt. Die Folgen sind deutlich spürbar: mehr Lärm, weniger Sicherheit für Kinder und Fussgänger sowie eine sinkende Aufenthaltsqualität für Anwohnende und Besucher.
Tempo 30 als wirksame Sofortmassnahme
Nach Ansicht der Petitionäre könnte bereits eine konsequente Einführung von Tempo 30 die Situation merklich verbessern. Tiefere Geschwindigkeiten würden nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch die Lärmbelastung spürbar reduzieren. Darum soll sich der Gemeinderat aktiv bei den kantonalen Stellen dafür einsetzen, dass auch auf der Kantonsstrasse durchs Städtli Tempo 30 ermöglicht wird.
Gleichzeitig appellieren die Initiantinnen und Initianten an jene Kreise, die sich bei der Abstimmung gegen zusätzlichen Strassenraum und damit eine Umfahrung ausgesprochen haben. Man hofft nun auf breite politische Unterstützung für Massnahmen im bestehenden Strassennetz, um die Lebensqualität im Städtli konkret zu verbessern.
Die Petition versteht sich als konstruktiver Beitrag zur laufenden Diskussion über die Zukunft des Verkehrs in Uznach. Die Unterzeichnenden setzen auf einen offenen Dialog mit Gemeinderat und Kanton sowie auf rasche, pragmatische Schritte zugunsten des betroffenen Quartiers.