Der Gemeinderat Schmerikon hat den Aufbau einer Regionalen Informations- und Beratungsstelle Alter und die Beauftragung der Spitex Linth mit deren Betrieb erörtert und den Beitritt per Mitte 2027 in Aussicht gestellt.
Erarbeitet wurde das Konzept durch die Fachgruppe Alter der Region Zürichsee-Linth im Rahmen des Berichts «Integrierte Versorgung im Alter», die sich eingehend mit den Entwicklungen im Altersbereich befasst.
Altersbevölkerung verdoppelt sich
Gemäss aktueller Statistik verdoppelt sich die Altersbevölkerung in der Region im Segment der über 80-Jährigen in den kommenden rund 25 Jahren von heute 4'275 Personen (Stand 2024) auf 10'299 Personen im Jahr 2050.
Der Bericht zeigt auf, wie die Region die Herausforderungen des demografischen Wandels koordiniert und effizient angehen will. Basis bildet eine verstärkte regionale Koordination sowie für die konsequente Umsetzung des Grundsatzes «ambulant vor stationär».
Ziel ist es, älteren Menschen ein längeres Verbleiben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und damit gleichzeitig die öffentliche Hand bei den stationären Pflegerestkosten zu entlasten. Eine Massnahme in diesem Zusammenhang ist u.a. der «Aufbau einer Informations- und Beratungsstelle Alter» (RIBA).
Heimentlastung
Alle Einwohnerinnen und Einwohner der Region Zürichsee-Linth sollen frühzeitig und bedarfsgerecht informiert und beraten werden. Damit sollen unnötige Heim- und Spitaleintritte vermieden werden (Heimentlastung).
Das übergeordnete Ziel ist es, den älteren Menschen in der Region Zürichsee-Linth ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Gemäss Konzept ist die neue Beratungsstelle die zentrale Anlaufstelle für Fragen rund ums Alter in der Region Zürichsee Linth. Sie ist zuständig für die Triage zu den Dienstleistern kommunal und regional. Zudem agiert sie als Partnerin zu den Leistungserbringern und baut mit ihnen ein regionales Netzwerk auf. Sie betreibt Öffentlichkeitsarbeit und steht der Politik fachlich zur Seite und erarbeitet Grundlagen für Entscheidungsprozesse.
Spitex Linth
Die Spitex Linth erhält den Zuschlag nach eingehender Prüfung von drei Angeboten. Ausschlaggebend war insbesondere die hohe regionale Verankerung, die Nähe zur Zielgruppe, die fachliche Motivation sowie die Übereinstimmung des Ansatzes mit dem Grundsatz «ambulant vor stationär». Zudem handelte es sich um das günstigste Angebot.
Beitritt Mitte 2027
Für die auf vier Jahre befristete Aufbauphase ist ein Budget von CHF 210'000 pro Jahr vorgesehen. Die Kosten sollen solidarisch getragen werden und liegen bei rund CHF 4.90 pro Einwohnerin und Einwohner.
Für die Gemeinde Schmerikon fallen somit Kosten von CHF 20'381 pro Jahr an. Der Gemeinderat will der Beratungsstelle auf Mitte 2027 beitreten und wird an der Bürgerversammlung 2027 entsprechend Antrag stellen.