Wahl24-Budgets von FDP und SVP
FDP: 40'000 Franken durch «21-Club»
Seit vielen Jahren werde der Kantonsratswahlkampf der FDP im Wahlkreis See-Gaster auf dieselbe transparente Art und Weise finanziert, und notabene auch nie ein Geheimnis gegenüber dem Stimmvolk daraus gemacht, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung.
Finanziert werden die Fr. 40'000.- des Budgets für den Kantonstatswahlkampf im Wahlkreis See-Gaster durch den regionalen FDP-Supporterclub namens «21er-Club». Dieser ist aus der Idee entstanden, einerseits ein bürgerlich liberales Netzwerk zu schaffen und andererseits eine sichere finanzielle Basis für Wahlen und Abstimmungen zu schaffen. Der Verein steht auch für Nichtmitglieder der Partei offen, die das freisinnige Gedankengut mittragen. Hauptzweck des Clubs ist es, der Regionalpartei und den Kandidierenden zu ermöglichen, einen Wahlkampf zu führen, ohne in die eigenen Taschen greifen zu müssen. Selbstverständlich steht es den Ortsparteien und den einzelnen Kandidierenden frei, auch Mittel aus «dem eigenen Sack» in den persönlichen Wahlkampf zu investieren.
Die derzeit rund 80 Mitglieder des Vereins setzen sich für eine fortschrittliche bürgerliche Politik ein, fordern und fördern liberale Lösungen in der Politik, getreu dem Parteimotto: Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt. Viermal im Jahr, jeweils am 21igsten vor dem Quartalsende, treffen sich die Klubmitglieder zu einem geselligen Anlass. Jedes Mitglied schiesst jährlich Fr. 250.- ein; so dass innert vier Jahren Fr. 1'000.- pro Kopf zusammen kommen. Sechzig Prozent der Einnahmen werden in die Wahlkämpfe (Kantons- und Nationalrat) investiert; zwanzig Prozent für individuelle Projekte (Festlegung durch den Klubvorstand) und der Rest für die Finanzierung der laufenden Anlässe.
FDP See-Gaster
SVP: 26'000 Franken durch Partei und Kandidaten
Die SVP See-Gaster geht mit 16 Kandidierenden ins Rennen um den Kantonsrat. Für den Wahlkampf wendet sie ein Budget von 26'000 Franken auf, wie SVP-Kreisparteipräsident Kurt Kälin mitteilt. Das Budget speist sich je zur Hälfte von der SVP-See-Gaster und von den Kandidierenden. Aus seiner Sicht ist es ein simples System: «Die Kandidaten werden von denjenigen finanziert, die sie durch ihre Parteiwerte vertreten», so Kälin. «Mäzene, ausländische Regierungen oder dubiose Vereinigungen» seien nicht darunter, wie er mit einem Augenzwinkern anmerkt.
Was die Berichterstattung zu den Wahlkampfbudgets angeht, zweifelt Kälin daran, dass dies den Bürger interessiert, und verweist sich auf eigene Beobachtungen aus dem Nationalrats- und Ständeratswahlkampf im Herbst 2023.
Stefan Knobel, Linth24