SVP-Kandidaten stellen sich vor
Kreisparteipräsident Kurt Kälin begrüsste Mitglieder, Gönner, Sympathisanten und die Presse im vollbesetzten Seehofsaal in Schmerikon. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr dominierten die National- und Ständeratswahlen. Vor allem die hervorragenden Wahlresultate von Ständerätin Esther Friedli, der Zuwachs des Wähleranteils von 3.4% und der Rückgewinn des bei den letzten Wahlen verlorenen Nationalratsssitzes zeigte, dass die Partei laut Kälin die richtigen Ziele verfolge. Die SVP St. Gallen schloss dabei besser ab als die anderen SVP Kantonalparteien der Schweiz.
Vier Hauptthemen
Für die Strategie in diesem Jahr nannte Kurt Kälin vier zentrale Themen, welche aufzeigen würden, dass die Bevölkerung diese aufgrund aktueller Begebenheiten jetzt ernst nehme. An erster Stelle stehe Migration und Zuwanderung. Mittlerweile würde man die Konsequenzen sehen, meinte Kälin. Die nächsten brennenden Punkte sind die stetig steigenden Krankenkassenprämien, gefolgt von Problemen in der Altersvorsorge und Energieversorgung und Sicherheit im öffentlichen Raum. In der Altersvorsorge steht die Abstimmung zu einer 13. AHV-Rente kurz bevor. Die Diskussion um diese Themen werde rationaler und mit weniger Ideologie geführt, so Kälin. Auch die ablehnende Haltung der SVP gegen EU-Abkommen werde langsam enttabuisiert.
Dana Zemp
Der Abend in Schmerikon bot den Anwesenden Gelegenheit, den beiden Regierungsrats- Kandidierenden auf den Zahn zu fühlen. Den Anfang machte Dana Zemp mit der Vorstellung ihrer politischen Ideen. Dana Zemp ist den meisten als ehemalige Kantonsärztin bekannt. Ihre erklärten Hauptziele sind die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung. Die Stärkung und Förderung von Hausärzten liegt ihr besonders am Herzen. Die Spitäler müssten endlich lernen, wirtschaftlich zu arbeiten. Bis jetzt herrsche immer noch die Einstellung, «…am Ende zahlt ja jemand alles…». Den zweiten Schwerpunkt legt sie auf Bildung. Sie möchte eine Förderungskultur, das streben «nach oben» anstelle des bisherigen Nivellierungskultur. Für Dana Zemp spielt die Berufslehre eine grosse Rolle, welche mehr Beachtung und Support verdient.
Christof Hartmann
Als Bankfachmann sind die Finanzen seine Domäne. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen kam er auf den Pendlerabzug zu sprechen. Dieser soll nicht wie bisher 3000 Franken und auch nicht wie vom Regierungsrat vorgeschlagen verdoppelt werden, sondern auf die für Betroffene optimale Höhe von 8000 Franken angehoben werden. Seine politischen Schwerpunkte sind klassische SVP-Themen. Er setze sich ein für mehr Eigenverantwortung und weniger Vorschriften. Ein Votum das bei den im raum anwesenden Bauern viel Zuspruch fand. Die von diesen angeführten Beispiele in der Bewirtschaftung ihrer Betriebe zeigten den Irrsinn auf, den Exponenten verschiedener Ämter ohne Sachkenntnisse in Bewegung bringen. Zum Schluss kam er auf die verworrene Situation in der Energieversorgung zu sprechen. Man könne nicht auf bestehende Energiegewinnung verzichten, ohne praktikable Alternativen zu haben.
Der Abend schloss mit einer breiten und intensiv geführten Frage- und Antwortrunde.