Sonnenfinsternis: Schauspiel über Rapperswil
Klarer Himmel, eine zu gut 90 Prozent bedeckte Sonne und geduldige Beobachter: Die Voraussetzungen für die Sonnenfinsternis vom 12. August stimmten. Thomas Knoblauch aus Rapperswil-Jona verfolgte das Schauspiel rund um die Seebadi Rappi.
Das Licht verändert sich
Zunächst warteten die Beobachter gespannt auf den ersten Kontakt des Mondes mit der Sonnenscheibe. Dann schob sich der Mond zunehmend vor die Sonne. Auch einige Sonnenflecken waren sichtbar. Nach rund 20 Minuten wurde der Unterschied deutlich: Das Sonnenlicht wirkte schwächer als üblich. Obwohl die Sonne noch deutlich über dem Horizont stand, wurde es zunehmend dunkler.
Schärfere Schatten, weniger Licht
Um 20.17 Uhr erreichte die Bedeckung ihren Höhepunkt. Knoblauch beobachtete dabei ein bemerkenswertes Detail: Die Schatten am Boden waren noch schärfer sichtbar als bei einer unbedeckten Sonne. Gleichzeitig war der beschienene Bereich weniger hell, weil der Mond die sichtbare Sonnenscheibe verkleinert hatte. Nach dem Maximum nahm die Bedeckung rasch wieder ab. Am Horizont liess sich beobachten, wie schnell die Sonne dem Untergang entgegenging und die Dämmerung stärker wurde.
Ein besonderer Sonnenuntergang
Den letzten Höhepunkt erlebte Knoblauch beim Sonnenuntergang. Über einem entfernten Wald stand eine schmale Sonnensichel – ein ungewöhnlicher Abschluss des astronomischen Ereignisses. Rund um die Seebadi Rappi hielten sich überraschend wenige Schaulustige auf. Die ruhige und zufriedene Stimmung unter den Beobachtern bildete für Knoblauch den passenden Ausklang eines einzigartigen Sonnenuntergangs.