Starke Heim-EM für Dario Lillo und Nicole Koller
Dario Lillo holt EM-Bronze im Short Track
Für Dario Lillo hätte der Auftakt kaum besser beginnen können. Lillo zeigte im Short Track vom Freitag ein starkes Rennen und kämpfte bis zum Schluss um die Medaillen. Vor heimischem Publikum und im Schweizer Nationaltrikot bewies er seine ausgezeichnete Form und sicherte sich mit Rang drei die Bronzemedaille. In einem schnellen und taktisch geprägten Rennen fehlte zwar nicht viel zu noch mehr, dennoch durfte sich Lillo über einen gelungenen Start in die Heim-EM freuen und sich mit viel Selbstvertrauen auf das Cross-Country-Rennen vom Sonntag einstimmen.
Nicole Koller nach Sturz auf Rang sechs
Auch Nicole Koller erwischte einen vielversprechenden Start in den Short Track. Früh setzte sich eine sechsköpfige Spitzengruppe ab und Koller befand sich aussichtsreich im Kampf um die Podestplätze. In der dritten Runde rutschte ihr jedoch das Vorderrad weg, was zu einem Sturz führte, voll auf den Asphalt. Trotz einiger Schürfungen und einer leichten Prellung nahm sie das Rennen wieder auf und kämpfte sich eindrucksvoll durchs Feld zurück. Am Ende resultierte der sechste Rang – ein gutes Resultat, auch wenn nach dem Rennverlauf und ihrer starken Ausgangslage mehr möglich gewesen wäre.
Dario Lillo mit Defekt ausgebremst
Nach der Bronzemedaille im Short Track wollte Dario Lillo auch im Cross-Country-Rennen vor heimischem Publikum um die Spitzenplätze mitkämpfen. Der Start gelang, doch ein platter Reifen machte die Hoffnungen auf ein weiteres Topresultat früh zunichte. Trotz des ungeplanten Boxenstopps liess sich Dario nicht entmutigen und kämpfte bis zum Schluss um jede Position. Mit Rang 14 fiel das Resultat zwar nicht so aus, wie er sich das erhofft hatte, dennoch überwog nach dem Rennen die Freude, vor den vielen Schweizer Fans an einer Heim-Europameisterschaft gefahren zu sein. Wie er selbst auf Instagram schrieb: «Sometimes you win, sometimes you lose.» Bereits der Gewinn der Bronzemedaille im Short Track hatte gezeigt, dass die Form stimmt.
Nicole Koller verpasst das Podest nur knapp
Nicole Koller erwischte im Cross-Country einen guten Start, fand in der Anfangsphase aber nicht richtig ihren Rhythmus. Zusätzlich machten ihr Rückenbeschwerden zu schaffen. Mit zunehmender Renndauer kam sie jedoch immer besser ins Rennen, konnte das Tempo steigern und Positionen gutmachen. Dank einer starken zweiten Rennhälfte kämpfte sie sich bis auf den hervorragenden vierten Rang vor und verpasste die Medaillen nur knapp. Entsprechend positiv fiel auch ihr Fazit aus: «Ich habe alles ausgeschöpft, was heute möglich war und bin zufrieden.» Nach dem unglücklichen Sturz im Short Track war dies ein versöhnlicher Abschluss der Heim-Europameisterschaften.