35 Tonnen Seegras aus Rappi und Bollingen
Insgesamt wurden dieser Tage in den Häfen von Rapperswil, Stampf und Bollingen rund 35 Tonnen geschnittenes oder angeschwemmtes Seegras aus dem Wasser geholt.
Allein in den Häfen Rapperswil und Stampf fielen jeweils rund zehn Tonnen Seegras an. Der Schnitt ist notwendig, damit Boote weiterhin ungehindert ein- und ausfahren können. Würde das Seegras nicht entfernt, würden die Fahrrinnen zunehmend zuwachsen und die Schifffahrt erheblich beeinträchtigen.
Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte «Seekuh» – ein schwimmendes Spezialgerät mit Greifarm. Unter Wasser schneidet die Maschine das Seegras ab, hebt es anschliessend an die Oberfläche und befördert es mit dem Greifer direkt ans Ufer, wo es auf grossen Haufen zwischengelagert wird.
Aus Seegras wird Biogas
Besonders grosse Mengen wurden in diesem Jahr in Bollingen geborgen. Rund 15 Tonnen Seegras hatten Strömung und Wind vor die Badi Bollingen sowie in den kleinen Hafen getrieben. Für Matthias und Simon vom Bauamt Rapperswil bedeutete dies einen entsprechend grosser Einsatz. Umgekehrt hat die Arbeit auch eine gute Seite. Matthias sagt gegenüber Linth24, das Seegras werde nicht einfach entsorgt, sondern sinnvoll weiterverwertet. Die rund 35 Tonnen gelangen zur Biogasanlage der Axpo im Engelhölzli in Jona. Dort wird das organische Material vergärt und in erneuerbares Biogas umgewandelt. Dieses fliesst anschliessend ins Gasnetz und kann von Haushalten und Betrieben genutzt werden.
Pflege der Hafenanlagen
Neben der Sicherung der Schifffahrt trägt der Seegras-Schnitt auch zur Pflege der Hafenanlagen und Badestellen bei. Gleichzeitig zeigt die Verwertung in der Biogasanlage, dass selbst natürliche Massen an Wasserpflanzen einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung leisten können.