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Rapperswil-Jona
01.08.2026
02.08.2026 14:11 Uhr

35 Tonnen Seegras aus Rappi und Bollingen

Tonnenweise Seegras vor der Badi und im Hafen Bollingen.
Tonnenweise Seegras vor der Badi und im Hafen Bollingen. Bild: Linth24
Jedes Jahr holt das Bauamt Rapperswil-Jona Seegras aus dem Zürichsee. Dieses Jahr fiel die Ernte, die im Engelhölzli Jona zu Biogas wird, speziell reich aus.

Insgesamt wurden dieser Tage in den Häfen von Rapperswil, Stampf und Bollingen rund 35 Tonnen geschnittenes oder angeschwemmtes Seegras aus dem Wasser geholt.

Allein in den Häfen Rapperswil und Stampf fielen jeweils rund zehn Tonnen Seegras an. Der Schnitt ist notwendig, damit Boote weiterhin ungehindert ein- und ausfahren können. Würde das Seegras nicht entfernt, würden die Fahrrinnen zunehmend zuwachsen und die Schifffahrt erheblich beeinträchtigen.

Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte «Seekuh» – ein schwimmendes Spezialgerät mit Greifarm. Unter Wasser schneidet die Maschine das Seegras ab, hebt es anschliessend an die Oberfläche und befördert es mit dem Greifer direkt ans Ufer, wo es auf grossen Haufen zwischengelagert wird.

  • Die Seekuh: Spezialgefährt für die Ernte von Seegras. Bild: Linth24
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  • Seegras-Teppich auf dem Obersee in Bollingen. Bild: Linth24
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  • Das Seegras ist bereit zum Aufladen. Bild: Linth24
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  • Der Werkdienst hat mit der Ernte des Seegras alle Hände voll zu tun. Bild: Linth24
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  • Grosses Gerät ist für den Abtransport des Seegras nötig. Bild: Linth24
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  • «Seegras» in Schweizer Seen wächst vor allem bei viel Sonne und warmen Temperaturen – also indirekt bei sommerlicher Trockenheit und Hitze – besonders schnell. Bild: Linth24
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  • Tonnenweise wird Seegras geerntet und in der Biogas-Anlage im Engelhölzli verwertet. Bild: Linth24
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  • Seegras im Hafen Bollingen. Bild: Linth24
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  • Der Werkdienst von Rapperswil-Jona fisch das Seegras aus dem Obersee und bringt dieses in die Biogas-Anlage Engelhölzli. Bild: Linth24
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  • Seegras-Ernte. Bild: Linth24
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  • Seekuh nennt man das Gefährt, welches das Seegras aberntet und zusammenträgt. Bild: Linth24
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  • In den Häfen von Rapperswil, Stampf und Bollingen wurden rund 35 Tonnen geschnittenes oder angeschwemmtes Seegras aus dem Wasser geholt. Bild: Linth24
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  • In den Häfen von Rapperswil, Stampf und Bollingen wurden rund 35 Tonnen geschnittenes oder angeschwemmtes Seegras aus dem Wasser geholt. Bild: Linth24
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Aus Seegras wird Biogas

Besonders grosse Mengen wurden in diesem Jahr in Bollingen geborgen. Rund 15 Tonnen Seegras hatten Strömung und Wind vor die Badi Bollingen sowie in den kleinen Hafen getrieben. Für Matthias und Simon vom Bauamt Rapperswil bedeutete dies einen entsprechend grosser Einsatz. Umgekehrt hat die Arbeit auch eine gute Seite. Matthias sagt gegenüber Linth24, das Seegras werde nicht einfach entsorgt, sondern sinnvoll weiterverwertet. Die rund 35 Tonnen gelangen zur Biogasanlage der Axpo im Engelhölzli in Jona. Dort wird das organische Material vergärt und in erneuerbares Biogas umgewandelt. Dieses fliesst anschliessend ins Gasnetz und kann von Haushalten und Betrieben genutzt werden.

Pflege der Hafenanlagen

Neben der Sicherung der Schifffahrt trägt der Seegras-Schnitt auch zur Pflege der Hafenanlagen und Badestellen bei. Gleichzeitig zeigt die Verwertung in der Biogasanlage, dass selbst natürliche Massen an Wasserpflanzen einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung leisten können.

Bruno Hug
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